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Geflügelpest-Epidemie
Die
Geflügelpest-Epidemie in Asien greift weiter um sich. Es häufen
sich Berichte über verstärktes Auftreten von Vogelinfluenza
A (H5N1). An sich
ist dieses Virus hauptsächlich für Hühner, Enten und Truthähne
gefährlich, Einzelinfektionen beim Menschen kommen aber vor, wobei
nach den derzeitigen Daten nichts darauf hindweist, dass dieses
Virus beim Sprung auf den Menschen mutiert wäre und dann von Mensch
zu Mensch weiter übertragen wird.
Aber
gefährlich ist die Sache: Bislang werden in Vietnam dreizehn
Todesfälle beim Menschen mit der Vogelgrippe in Zusammenhang gebracht,
25 der 64 Provinzen des Landes seien bereits betroffen, sagte ein
Sprecher der UN-Organisation für Landwirtschaft und Ernährung (FAO).
In Thailand gaben die Behörden am 23.Jänner 2004 erstmals die Erkrankung
von Menschen - zwei Kinder um sechs Jahre - an der Vogelgrippe bekannt.
Weitere Fälle in Japan und Südkorea dürften wahrscheinlich sein.
China gestattet derzeit (wie bei SARS im Vorjahr) keine Untersuchung
durch ausländische Experten, obwohl in Guangdong mit Sicherheit
auch eine Virusaktivität da ist. (Januar 04)
Und
das Auswärtige Amt lässt wissen:
Vogelgrippe
(Avian-Flu)
Stand: 2. Februar 2004 Bitte beachten Sie in jedem Fall den untenstehenden
Haftungsausschluss. Die Vogelgrippe ist eine Viruskrankheit, die
überwiegend Vögel, vor allem Hühner und Puten befällt. Eine Übertragung
vom Tier auf den Menschen ist selten, aber bei engem Kontakt zu
infizierten Tieren möglich. Letzte Entwicklungen der Vogelgrippenepidemie
in Asien lassen die Vermutung auf eine Übertragung von Mensch zu
Mensch in Einzelfällen zu. Die Untersuchungen, um diese Vermutung
wissenschaftlich zu bestätigen, sind jedoch noch nicht zu einem
abschliessenden Ergebnis gekommen. Reisen in betroffene Länder werden
nach gegenwärtigem Kenntnisstand als unbedenklich angesehen. Der
enge Kontakt mit erkrankten Tieren sollte jedoch vermieden werden.
Auf den Besuch von Vogel- oder Geflügelmärkten sollte verzichtet
werden. Der Verzehr von Vogelfleisch oder Eiern ist unbedenklich,
wenn diese gut gekocht sind. Seit über 100 Jahren ist eine virale
Erkrankung bei Vögeln bekannt, die von influenzaartigen Viren ausgelöst
wird. Erregerreservoir sind Zugvögel. Weitere Gattungen können befallen
werden, andere Tierarten nur in seltensten Fällen. Im Tierreich
sind 15 pathogene Subtypen des Influenza-Virus bekannt, wobei die
meisten Epidemien durch den Typ A und die Subtypen H5 und H7 hervorgerufen
werden. Derartige Epidemien, die häufig Hühner und Puten befallen,
kommen weltweit vor. Seit Ende 2003 sind mehrere Länder in Asien
( von Indien bis Japan) betroffen. Seit 1997 ist bekannt, dass die
Viren der Vogelgrippe bei intensivem Kontakt mit erkrankten Tierarten
auch auf den Menschen übertragbar sind. Damals wurden in Hongkong
18 Infektionen bei Tierhaltern nachgewiesen, von denen 6 verstarben.
Bei einer anderen Art von Vogelgrippe (H7N7) kam es 2003 in den
Niederlanden zu einem Ausbruch mit 89 Erkrankten und einem Verstorbenen.
Auch hier fand die Übertragung durch direkten Tierkontakt statt.
Bei beiden Ausbrüchen war es in Ausnahmefällen zu einer Übertragung
von Mensch zu Mensch gekommen, bei der sich der weitere Krankheitsverlauf
jedoch milder gestaltete. Seit Dezember 2003 wurden in Vietnam und
Thailand erneut Influenza-Viren H5N1 beim Menschen nachgewiesen.
In einigen Fällen verlief die Erkrankung tödlich. Bei fast allen
Infizierten bestand ein enger Kontakt zu betroffenen Tierarten,
in den übrigen Einzelfällen ist der Übertragungsweg noch unklar.
Nach Expertenmeinung ist für die Zukunft nicht völlig auszuschließen,
dass eine gleichzeitige Infektion mit Viren der Vogelgrippe und
für den Menschen pathogenen Influenza-Viren zu einer Mischung des
Erbmaterials der Viren führen könnte, mit der Folge einer leichteren
Übertragung von Mensch zu Mensch. Einige antivirale Medikamente
haben bei ersten Behandlungsversuchen einen positiven Effekt auf
den Verlauf der Erkrankung gezeigt. Eine allgemeine Behandlungsempfehlung
lässt sich jedoch noch nicht daraus ableiten. Die Influenzaimpfstoffe
zur Prävention der menschlichen Grippe sind zwar nicht gegen Vogelgrippe
wirksam, werden aber empfohlen, um einen gleichzeitigen Befall von
menschlichen und tierischen Influenza-Viren zu verhindern. Eine
Gefährdung von Reisenden in die betroffenen Länder besteht gegenwärtig
nicht. Die wichtigste Vorbeugemassnahme erscheint das Meiden von
Geflügel in den betroffenen Ländern d.h. Verzicht auf Besuch von
Vogel- oder Geflügelmärkten. Nach heutigem Stand wissenschaftlicher
Erkenntnisse ist der Verzehr von gekochtem Vogelfleisch oder Eiern
unbedenklich. Inwieweit rohe Nahrungsmittel zu einer Übertragung
führen können, ist bisher unklar. Weitere Informationen sind auf
folgenden Web-Seiten erhältlich
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