Stefan und die Sikhs

 

3. Kapitel: Das Cheat Sheet

Lange ging das dann aber nicht mit dem Skaten, denn über der Stadt zog ein Gewitter auf. Stefan, Tobias und Raphael rollten in die Stadt und gingen ins Café Korrekt. Raphael stöhnte: "Ich soll ne GFS über media machen und hab keinen Plan, was ich da tun soll." - "Warum haste das denn gewählt?" - "Alles andere war schon vergeben. Und Polz will fortlaufend Bericht haben, wie es mit dem Projekt läuft. Er sagt, er habe die Schnauze voll von last minute Präsentationen und Schülern, die eine Woche vor Abgabe sagen, dass sie nichts finden können im Web, obwohl sie noch nie richtig gesucht hätten." - "Und wie will der das kontrollieren?" - "Der hat das alles voll durchgeplant mit Kontrollbögen, die wir ausfüllen müssen. Wir haben zwar drei Monate Zeit, aber er will jeden Monat den Zwischenstand wissen." - "Das hört sich ja voll nervig an. Wie sieht denn so ein Kontrollbogen aus?" - "Ich mail die dir. Ich hab die alle in meiner Mailbox."

Noch am gleichen Abend druckte sich Stefan vier DIN A4 Bögen aus. Raphael hatte ihm gemailt, wie man mit ihnen arbeiten sollte. Da gab es ein Blatt, auf dem man wichtige Begriffe zum Thema sammeln musste. "Ohne eine ganze Reihe von Begriffen, die ihr unterschiedlich kombinieren könnt, könnt ihr nicht systematisch suchen. Wenn ihr nur zwei habt und die nicht gut überlegt sind, rennt ihr beim Suchen ständig gegen die Wand." habe Polz' gesagt.

Dann war da noch ein Blatt, auf dem man festhalten sollte, welche Fragen zum Projekt man mittlerweile beantworten könne. Stefan sah sich das dritte Blatt an, auf dem irgendwelche sonstigen Aktivitäten aufzuführen waren: Kontakte, E-Mails, Besuche usw. Wie bitte? Wen sollte er denn besuchen? dachte sich Stefan. Sollte er etwa nach London fahren und Sikhs treffen? "Drei Blätter soll man abliefern??" stöhnte Stefan, "Der Polz hat doch ne Sammelwut!"

Aber schließlich war da noch ein viertes Blatt, das er sich ausgedruckt hatte. Raphael hatte ihm einen Link mitgeschickt und dazu geschrieben: "Kuck dir das mal an. Scheint brauchbar zu sein. Polz hat uns das dringend empfohlen." Was da vor ihm lag, war ein cheat sheet zum Arbeiten mit Google. Cheats kannte Stefan von seinen Onlinespielen. Cheats waren immer nützlich. Er nahm sich vor, das Blatt mal näher anzuschauen. Aber nicht mehr heute. Heute war schlafen.

Er stand auf und wollte ins Bad gehen, als ein Blick noch einmal auf das Blatt mit dem key vocabulary fiel. "Was soll's?" murmelte Stefan und trug ins erste Kästchen das Wort Sikhs ein.

 
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Kapitel 4: "Ja, Wahnsinn!" hier.

     

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