Stefan und die Sikhs |
![]() |
Das Symbol kannte er schon, aber erinnerte sich nicht mehr daran, wie es hieß. Den groß gedruckten Spruch "This may impress the girls, but not the Guru." verstand er zwar, wusste aber nicht genau, welcher Guru da gemeint sein sollte. Dann war der noch der Satz "Nothing can replace the Guru's gift of Dastaar." Dastaar? Das Wort hatte er noch nie gesehen Er erinnerte sich, dass man sich Wörter von Google definieren lassen konnte. Es schaute auf den Zettel, den er sich mittlerweile an die Wand neben seinem Rechner gehängt hatte. define dastaar musste also sein Suchbefehl heißen. Das Ergebnis: ein Treffer, dem Stefan entnahm, dass es sich wohl um ein anderes Wort für Turban handeln musste: "The turban is a headdress, of obscure Oriental origin, consisting of a long scarf wound round the head or an inner hat." las er in der englischen Wikipedia. Er überprüfte das noch einmal, indem er bei der Google Bildersuche dastaar eingab. Bingo! Es war ein Turban. Die meisten Turbane, die er auf den Bildern sah, waren orange. Die Farbe war ihm doch schon einmal begegnet...? Das konnte nur bei den 5 Ks gewesen sein. Aber die Google Bildersuche bestätigte das nicht. Er versuchte es erneut, diesmal mit sikh orange, und wurde fündig. Blau und orange waren die Farben der Sikhs (fast wie die Farben von Hamsterbach, dachte er) und das seltsame Zeichen nannte man Khanda. War das nicht auch eines der 5 Ks? Er schaute noch einmal in der Wikipedia nach. Nein, zu den 5 Ks gehörte es nicht. Vielleicht hatte er es mit einem Kanga verwechselt, dem Kamm, den ein Sikh immer bei sich haben muss.
Er versuchte noch rasch etwas zu der Frage Khanda und Tätowierungen herauszubekommen, aber als er kandha und tattoo als Suchbegriff eingegeben hatte, las er in einem Forum den Satz "i think its porbably rong because its altering the body that god had given u and also i think getting a tatoo done removes some of ur hair so that wud be a kurahit and also if u got ik oankaar on ur hand wat about wen ur eating, going to the toilet and touching something that might be dirty it wud be disrespect.". Was war das denn für ein Kauderwelsch? Das verstand ja kein Mensch. Aber wer konnte ihm helfen? Sein Religionslehrer wahrscheinlich nicht. Was verstand der schon von Tattoos? Wer aber dann? Und da hatte Stefan eine Idee, die ihm noch viel Freude bereiten sollte. Wir danken Lakhvir Singh Khalsa (London) außerordentlich dafür, dass er uns das von ihm entworfene Plakat für diese Geschichte zur Verfügung gestellt hat. Stefans mutiger Schritt. Fortsetzung hier... Inhaltsverzeichnis und Themenübersicht
|
|