Stefan und die Sikhs

Der Online-Kurzroman für Jugendliche, der in die Internetrecherche einführt.

Diese unsere Geschichte spielt in Hamsterbach, einer mittelgroßen Stadt im Südwesten Deutschlands. Alles ist Fiktion. Namen, die Sie an Ihnen bekannte Personen erinnern, sind nicht mehr als Schall und Rauch. Es geht in dieser Geschichte nicht um real existierende Personen und Örtlichkeiten,. Schon gar nicht um solche in Biberach/Riß.

Nehmen wir einmal an, der Schüler Stefan hat von seinem Englischlehrer eine Liste von GFS*-Themen bekommen, aus der er sich eines aussuchen soll. Keines der Themen fasziniert ihn so richtig, aber er hat auch keine Ideen für ein eigenes Thema. Schließlich entscheidet er sich für das Thema "Sikhs in Britain". Dazu soll er nun im Internet und Büchereien recherchieren und dann eine Ausarbeitung, also ein Referat, schreiben, eine Präsentation vorbereiten und ein Handout verfertigen.

Er hat noch nie etwas über Sikhs gehört und hat keine Ahnung, worum es sich dabei handelt. Systematische Internet-Recherche ist ihm auch eher fremd. Und hier beginnt unsere Geschichte...

*GFS = Gesonderte Feststellung von Schülerleistungen, auch BLL = Besondere Lernleistung oder GLF, ZLL genannt.


1. Kapitel: Der Typ mit dem Turban

Sein Lehrer hatte ihm lediglich gesagt: "Sikhism is one of the great religions in the world." "Hmm, mag ja sein," dachte Stefan, "aber wie finde ich da Infos?"

Am Nachmittag versuchte er es erst einmal auf Deutsch bei der Wikipedia, einer Online-Enzyklopädie. Er gab als Suchbegriff Sikhs ein. Und das brachte ihn zu dieser Seite. "Aha! Es gibt also Sikkhismus. Das muss so etwas sein wie Buddhismus oder Protestantismus." Stefan las ein wenig in der Seite herum.

Als er runterscrollte, sah er ein Bild. Er klickte drauf und das Bild erschien groß. "Komisches Outfit!" dachte Stefan, als er das Bild anschaute. Er sah einen braunhäutigen Mann in einem blauen Gewand mit einem Turban, einem Vollbart und dem Knauf eines Schwerts oder so etwas ähnlichem.."Sehen die alle so aus?" fragte er sich. Und dann las er den Satz Sie schneiden sich weder Haupt- noch Barthaare. "Hä? Nie??? Wie krass ist das denn?"

Da klingelte es. Es war sein Freund Tobias, der ihn zum Skaten abholen wollte. Das war zehnmal wichtiger als die Sikhs. Aber bevor Stefan den Rechner ausschaltete, tat er noch etwas, das ihm später lästige Arbeit ersparen würde:
Oben auf den Browser klicken.
Bei den Lesezeichen bzw. Favoriten einen Ordner anlegen.
Ihm einen Namen geben - "Sikhs"
Darin die gefundene Seite speichern.
"Das Pic von dem komischen Typ kann ich sicher nochmal gebrauchen," dachte er. Und da hatte er Recht.

Nächstes Kapitel: Männer unter sich Fortsetzung hier.  

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