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| BIBERACH
- 5. November Nett aber schwierig sind offenbar Wandergesellen
Nach einer Runde Bier im Alten Haus ließen sie sich
gestern zwar fotografieren, aber ihre Namen wollten sie nicht
sagen und nähere Informationen waren ihnen auch nicht
zu entlocken. Grund: |
Schlechte
Erfahrungen mit Journalisten, die Unfug über sie berichteten
oder ihnen das Wort im Munde herumdrehten. Schade. Schon morgen
werden sie weiterziehen. Wohin? Nach München oder Stuttgart
oder Ravensburg oder Freiburg...
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| BIBERACH
- 4. November Nachlese: Verkaufsoffener Sonntag Auch
an diesem Tag gab es wohl Rekordbesuch und zwar ausgabefreudigen.
Frieder Kolesch wird in der SchwäZ so zitiert: "Wenn
man Biberach mit Städten ähnlicher Größe und ähnlichem Einzugsgebiet
vergleicht, dann ist unser Handelsbesatz hier sowohl was die
Qualität als auch die Quantität anbelangt, absolut überdurchschnittlich.
Am Sonntag wurde deutlich, dass - wie erwartet, an einem solchen
Tag - viele Leute unterwegs waren, die sehr stark auf das
Verhältnis von Preis und Leistung achten. Deshalb lockten
viele Geschäfte mit besonderen Angeboten. Von den Kunden wurden
diese Angebote gut angenommen. Dieses |
Käuferverhalten ist für mich auch ein
Zeichen dafür, dass Biberach im Vergleich mit anderen Städten
sehr gut mithalten kann und widerlegt ganz klar das frühere
Vorurteil, dass man in Großstädten preiswerter kaufen kann.
Was den Preis und die Leistung betrifft, können wir in Biberach
sehr gut mithalten und in der Beratungsqualität sind wir
sogar weitaus besser. Das spricht für den Standort Biberach."
Der Marktplatz war in der Tat rappelvoll. Zu den mit recht
lauter Musik auftretenden Indianern welcher Herkunft auch
immer, hielten die Besucher aber vorsichtige Distanz. Man
wusste ja nicht, ob es sich bei den Streifen um Kriegsbemalung
handelte.
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BIBERACH - 3. November Die "Russen"
Wer sich seine Vorurteile über Aussiedler nicht
nehmen lassen will, sollte sich in den nächsten
Wochen vom Rathaus fern halten. Dort ist nämlich
eine überaus informative Ausstellung über
das Schicksal der Deutschen in Russland und über
Aussiedler zu sehen.
Vorurteile wie die, dass die Aussiedler
bei ihrer Ankunft gleich eine Wohnung und einen Mercedes
auf Staatskosten geschenkt bekämen und ansonsten
ehr nur Stress machen, sind zwar Unfug, aber dennoch
immer mal wieder zu hören. Mit etwas Glück
kann man dagegen blitzgescheite und hoch motivierte
Jugendliche nachts auf dem Gigelberg treffen. Dass alle
Aussiedler so sind, wäre natürlich ebenso
ein Vorurteil.
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BIBERACH - 3. November Die Nacht
der Nächte ist vorbei. Gestern Abend fand die
Filmfestgala des Filmfests Biberach 2003 statt. Die Ex-Biberacherin
Inge Posmyk (Bild) führte - statt des bisherigen
Moderators Jojo Riedel - durchs Programm bis endlich die
PreisträgerInnen feststanden - und das dauerte. Den
Avid-Nachwuchs-Förderpreis gewann der Kurzfilm "Vida!
- Bruchstücke einer Erinnerung" von Winfried
Oelsner ud teilt ihn sich mit "Platzangst" von
Heike Schober. Den Publikumspreis erhielt überraschend
"Eierdiebe" von Robert Schwentke. Frieder Kolesch
konte den Preis aber nur ersatzweise an Adrian Kutter
übergeben, da der Regisseur nicht mehr anwesend war
und Schauspieler Alexander Beyer sich auch schon auf dem
Weg nach Berlin befand. Den Preis der Jury erhielt "Luther".
Und ebenfalls von der Jury lobend erwähnt: "Hierankel"
von Hans Steinbichler. Irgendwie schade, denn "Hierankel"
dürfte sich in den Kinos schwerer tun als der mainstreamige
Luther und hätte die 5000 Euro nötiger gebraucht.
Weitere Bilder von der Filmfestgala
hier.
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| BIBERACH
- 2. November Interview mit einem Champion Er ist
31 Jahre alt und wiegt 148 Kilogramm. Was er mit denen anstellt,
begeisterte heute zeitgleich mit dem Filmfest Hunderte von
überwiegend - aber beileibe nicht ausschließlich - männlichen
Zuschauern, die pfiffen, applaudierten und ihre Fotohandys
zückten. In den gut zehn Jahren (unterbrochen von zwei Jahren
beim Bund), in denen er trainiert, hat er viele Titel gewonnen,
den ersten nach vier Jahren.
Wir reden von Markus Rühl, auch bekannt
als "The German Beast", der am Sonntag im SPORTS
Sport- und Fitnesszentrum im Steigerlager zur Eröffnung
auftrat. 2002 wurde er Sieger bei der Night of Champions,
2000 in Toronto Sieger bei den Pro Classics und 1997 Deutscher
Meister. Jetzt trainiert er auf den nächsten Titel, den
er sich im nächsten Jahr bei den Arnold Classics in Columbus
(Ohio) holen will. 2002 machte der dort den 3. Platz. Was
bekam der Sieger? Dies: A check for $100,000, a trophy,
a 2003 Hummer and a $20,000 gold Rolex were presented to
Jay Cutler by Arnold Schwarzenegger. So eine Vorbereitung
heißt zweimal täglich, sieben mal die Woche trainieren.
Das ist hart und vielleicht mehr, als sich die Jungs denken,
die nach der Posing Show zum Handy griffen und den Kumpel
anriefen: "Der hat mehr Muskeln als ich und du und der Menze
zusammen. Das ist abnormal." Oder "Ich brauche jetzt einen
Trainingsplan." Und: "Ich habe schon aufgehört zu rauchen."
Die Muskelmassen sind für den Betrachter
ebenso faszinierend wie irritierend und sicher für manche
auch abstoßend. "Fühlen Sie sich wohl in dem Körper?" fragen
wir Markus. "Meistens schon, aber es gibt
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natürlich Probleme. Manchmal gehe ich durch die Innenstadt,
sehe Klamotten, die mir gefallen und denke dann: Scheiße!
In die passt du wieder nicht rein. In die größten Größen
nicht mal mit einem Arm. Auch beim Autofahren und beim Treppensteigen
hat man Probleme." Kein Wunder bei 148 Kilo. Kleidung bekommt
er dann auch eher von seinem Sponsor, Anzüge lässt er sich
maßschneidern und ansonsten gibt's Passendes nur in den
USA.
Zehn Minuten dauert so ein heftig umjubeltes
Posing vor der Menge. Lockere Sache oder Kraftakt? Vergleichbar
mit was? "Mit einem 1500-Meter-Lauf. Du musst jedes Gramm
mit Sauerstoff versorgen, die richtige Pose hinbringen,
den Bauch reinziehen und dann auch noch lachen, obwohl dir
nicht zum Lachen zumute ist. Und die Hitze von den Scheinwerfern
kommt dann noch dazu."
Wie kam er zum Bodybuilding? Da war der
Fußball, dann eine Verletzung, das Training im Kraftraum
und da blieb der Darmstädter dann hängen.
Will er wie Arnold Schwarzenegger auch
einmal in die Politik? "Nee, das ist nicht mein Milieu.
Aber Fernseh- und Filmrollen wäre schon OK." Auftritte bei
diversen Sendern hat er schon hinter sich - kein Wunder
bei den vielen Titeln. Es war ein nettes Interview mit einem
sehr zugänglichen und freundlichen Gesprächspartner. Danke
für den Chat, Autogramm und dann hieß es für
Markus "Meet the fans" im Foyer des Fitnesszentrums...
Mehr über Markus
Rühl |
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| BIBERACH
- 2. November Empfang mit Brunch und Podium Für
geladene Gäste gab OB Thomas Fettback im Rathaus einen
Brunch, dem sich ein Podiumsgespräch als erste Bilanz
des Filmfests 2003 anschloss. Der 1. Vorsitzende des Trägervereins,
Dieter-Michael Last, OB Thomas Fettback und Regisseur Ottokar
Runze sprachen miteinander und reichten die guten Vibrations,
des Festivals herum. In Kurzform Runze:Atmosphäre wie
im irischen Cork, in dem die ganze Stadt das Jahr über
Geld sammele, um die Filmemacher bestens zu bewirten; im Biberacher
Kapuzinerhof sei bis 6 Uhr morgens gefeiert worden - ein gutes
Zeichen. Kutter zum angesprochenen Umbau: "Ich weiß
nicht, ob ich das finanziell noch schaffe." (Hier ist
wohl seine Hausbank gefordert, die einen Kredit gewähren
müsste. Hoffentlich klappt's doch noch.) Fettback: Die
Stadt habe mehrfach Anfragen von Kinoketten gehabt, aber man
setze weiterhin auf Adrian Kutter und würde eine Erweiterung
des Kinos wo möglich unterstützen Last (und alle
anderen): Kommerzialisierung ja, aber ohne Aufgabe der Kontrolle
und des Festivalkonzepes. Man wolle kein Festival der Akkreditierten.
Man stelle sich ein Sternchen vor, in |
dem
bei jeder Vorstellung bereits 30 Plätze mit Journalisten
besetzt seien. Das wolle man nicht und das mache auch den
Unterschied zu Berlin oder Hof aus. Das Medienecho sei wieder
gering gewesen, wenn auch die Stuttgarter Zeitung und die
Augsburger Allgemeine berichtet hätten und Euro 3 als
Fernsehsender zumindest am Anfang des Festivals da war.
Stadtmarketingfrau Inge Voss am Rande der Veranstaltung:
"Da ist es gut, dass wir Weberberg.de haben, da kann
man weltweit kucken." Stellvertretend für die
anwesenden Jungfilmer saß Florian Fickel (im Bild
oben 2. v. r., neben Musiker Putte rechts. Mit Bart: "Besser
als Schule"-Regisseur Simon X. Rost) Regisseur
des Films "Liebe" mit auf dem Podium. Und der
schwärmte vom Biberacher Festival. Er berichtete, wie
er sich auf der Berlinale als verlorenes Entlein vorgekommen
und wie frustriert er in Hof gewesen sei, als man nach seinem
Film ohne Diskussion auseinanderging und er keine Ahnung
hatte, ob der Film angekommen sei. Und: "Hier in Biberach
treffe ich Leute, die ich in Hof nicht treffe."
Kritik und Selbstkritik gab es bei dieser Veranstaltung
noch nicht, das wird wohl einer späteren Pressekonferenz
vorbehalten sein.
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BIBERACH - 1. November
Location Tour - Premiere beim Filmfest Eine von
mehreren Premieren beim Filmfest Biberach war eine Location
Tour. Braith-Mali-Museum mit anliegenden Kirchen, Weißgerberwalk,
Katholischer Friedhof, das Haus Zeughausgasse 4, die Biber
Brauerei, die FH, "Roter Bau", Bürgerpark und der Weiße
Turm wurden als mögliche Drehorte gesichtet. Zwischendurch
ging man zur Stärkung
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in den "Stecken", in dem sich am Freitag schon Uwe Ochsenknecht
ins Gästebuch eingetragen hatte. Wir befragten den Biberacher
Filmemacher Uli Stöckle zu seinen Eindrücken von Biberach
als Drehort. "Grundsätzlich sehr gut, dass Biberach den Wirtschaftsfaktor
Film erkennt, weil da Budgets zur Verfügung stehen, die ganz
schnell alleine für Locations 200 000 Euro betragen, die vor
Ort ausgegeben werden. Zweitens: Schade, dass auf die Bedürfnisse
der Filmemacher (aber es war ja auch das erste Mal) natürlich
noch nicht so eingegangen werden konnte, wie es vielleicht
hätte sein können. Zum Beispiel: Einfacher Zugang der Location
(keine Treppen!), keine Raumhöhen unter 2,60 Meter, Stromversorgung
(Absicherung mit mindestens 32 Ampere mit 220 Volt oder äquivalent
bis zu einer Lichtstärke von mindetens 10 000 Watt, usw.),
leerstehende oder besondere Locations ohne direkten Zeit-
und Ortsbezug (Beispiel KOMM, Beispiel Kaufhaus X, Beispiel
Tierkörperbeseitigungsanlage) weil niemand nach Biberach kommen
wird, um einen historischen Alststadtfilm zu drehen." Die
Führerin Tamara Prinz zeigte auf, dass es in Biberach kein
Problem sei, Drehgenehmigungen zu bekommen.. Wichtig sei zwar,
in Biberach einen "Türöffner" zu haben, aber das "oberschwäbische
Netzwerk" (irgendjemand kennt immer jemanden, der weiterhelfen
kann) und das lokale Stadtmarketing kennen viele und können
helfen. Inzwischen, so berichtet Inge Voss, gebe es die erste
Anfrage: ein Tübinger Regisseur hat Interesse an dem
Thema "Baltriger Haufen". Und da gibt es ja eine
passende Truppe im Historischen Festzug des Schützenfestes...
Weberberg.de-Sonderseite
zum Filmfest |
BIBERACH - 1. November Warum
60 Biberacher sich gefreut haben, dass ein Schloss bei
Heilbronn insolvent ist... Nicht nur Kino am Wochenende
in Biberach, sondern auch Jazz. Jazz vom Feinsten mit
einem Local Hero, mit Matthias Daneck. Kurzfristig ist
dieses Konzert des Jazzclubs zustande gekommen: Ein
Auftritt in Heilbronn war geplatzt, weil die Veranstaltungslocation
pleite ist. So konnte das Trio Böhm/Huber/Daneck
featuring Ingrid
Jensen nach Biberach kommen: "Sonst könnten wir
uns eine Ingrid Jensen gar nicht leisten", hieß es hinter
dem Tresen aus Veranstalterkreisen. 60 Begeisterte Jazzfans
waren von den drei groovenden Herren und ihrer Trompetenlady,
die in dieser Formation nur fünf Konzerte geben, in
den Bann gezogen und beobachteten den Wirbelwind am
Schlagzeug nur zu genau. Erfreute Gesichter hinterher
- Tenor: Gut gespielt, tolle Musiker und ein lohnender
Abend!
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BIBERACH - 1. November Halloween
wurde gestern mit etlichen Parties in BC und im Kreis
begangen. In der Innenstadt war es pratzelvoll im Woodpecker.
Und da trafen sich oben im Woody und unten im Club Absolut
und in Joe's Bar ganz unterschiedliche Szenen. Das ging
meist ganz friedlich ab. Aber im Laufe der Nacht wurde
das häufig anzutreffende Schwarz auch durch Grün-Weiß
angereichert. Biberach kann also vieles unter seinem Dach
vereinen: Filmemacher, die im Zelt über den aus den
USA eingeschleppten Halloween-Brauch ablästern und
Halloween-Fans, denen das Filmfest ziemlich am Arsch vorbei
geht. (Für Dragan - rechts - gilt das nicht. Der
war bei der Eröffnung da.) Das Glasklar konnte nicht
nur mit dem saisontypische Kürbis aufwarten, sondern
- dank Vermittlung von Weberberg.de - auch mit einem echten
Sarg, beschriftet mit "Happy Halloween". Wie
sich an diesem Wochenende die Lafayette Lounge bewährte,
ist schlecht zu sagen. Unser Partyreporter war am früheren
Abend da. Da war die Lounge brauchbar gut besucht, aber
lange nicht so pratzelvoll wie am ersten Abend. Im Abdera
spielten u.a. die Blue Monx in gewohnt professionell fetziger
Manier auf. Aber wahrscheinlich geht am Montag wieder
das Gejammere los, dass in Biberach nichts los sei.
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