Die BC-Illustrierte: Das ganze Leben Biberachs

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BIBERACH 21. November GRÜNER Landesparteitag Oben der Landesvorstand zu Beginn der zweitägigen Veranstaltung. Thomas Fettback sprach ein Grußwort, pries den Reichtum der Stadt, wies auf die Bedeutung der Zivilcourage hin, bezeichnete sich als "Zugereisten mit Migrationshintergrund" und warnte, dass "nicht immer stimmt,. was in der Schwäbischen Zeitung steht". Er lobte Integration und Inklusion und machte den Biberacher Mix an Menschen als wesentliches Sozialkapital aus. Weberberg.de-LeserInnen wissen, dass er den Weberberg.de-Chef eindeutig nicht dazu zählt..
Der neue Landesvorsitzende der GRÜNEN, Chris Kühn (3) aus Tübingen. bei seiner Dankesrede. In der Mitte gratuliert ihm die frisch abgewählte Landesvorsitzende Petra Selg und rechts lässt er sich mit der zweiten Hälfte der neuen Doppelspitze, Silke Krebs (43), feiern, die beachtliche 75,6% der Stimmen bekam. Sie setzte sich mit 162 zu 49 Stimmen gegen die bisherige Vorsitzende Petra Selg durch. Die bisherige Doppelspitze wurde wohl als zu farblos empfunden, was wohl als keine gute Voraussetzung für die Landtagswahl 2011 gesehen wurde. Den Jubel bei der Wahl von Chris Kühn gibt es hier zu sehen. In Zukunft gilt übrigens: Fleischverbot auf den Parteitagen in BaWü! Eine entsprechende Resolution wurde angenommen.
Unterstützung für die Milchbauern, die mit einer sehr deutschen Kuh angerückt waren, gab es von den GRÜNEN, die eine Unterstützungsresolution verabschiedeten. Bundesvorsitzender Cem Özdemir (rechts) hielt eine akzeptale aber nicht sonderlich spannende Rede. Winfried Kretschmann kam da mit seiner bewährten Mischung von Kompetenz und Häme über christdemokratische Dummheit besser an. Immer wieder wurde von den Rednern das Projekt "Stuttgart 21" angegriffen, das nicht richtig durchgerechnet sei. Die Kosten seien nicht absehbar, denn drei Virtel der Strecke seine noch nicht planfestgestellt, es sei also weder möglich, zu sagen,. ob der geplante Bau möglich sei noch was er koste. Dies sei das "riskanteste, teuerste und gefährlichste Infrastukturprojekt" warnte Winfried Hermann. Kretschmann: "Wenn es den Stuttgarter Kopfbahnhof nicht gäbe, müsste man ihn geradezu erfinden!"
Ente im Adler
Bar & Restaurant Kapuziner's
Mehr als Matjes

BIBERACH 15. November Bis auf den letzten Tropfen ging der Glühwein weg, den diese Truppe vom Café Weichhardt, vom Kapuziner's, (Bar und Restaurant im Kapuzinerhof) und von Goldenen Adler in Schemmerhofen gestern auf dem Wochenmarkt vor dem Rathaus ausschenkte. Hintergrund: eine Werbeaktion für die besonderen Angebote der drei gastronomischen Betriebe, die besonders bei den Gästen des Café Weichhardt auf begeisterte Resonanz stieß
BIBERACH 14. November "Ladies 1st" war das Motto der gestrigen Party im Club A. auf der sich nicht nur die Ladies gut unterhielten, wie man sieht.
 
 
 
BIBERACH 12. November Lichter für St. Martin, Hohn für die Kinder? Tcha, noch seinen letzten Mantel sollte man teilen, wenn man einen Bedürftigen sieht. Das lehrt uns der mildtätige St. Martin. Was aber lernen die Kinder? Dass man ein Gedenkspektakel mit Pferd gefälligst zu beleuchten hat, wie hier im Museumshof, auch wenn man ohne Kindergarten dasteht? Für die Kids vom Montessori-Kindergarten (ausgebrannt) hat sich immer noch keine Lösung gefunden. Ein Weberberg.de-Mitarbeiter meinte: "Bischof schmeiß Hirn ra! Eigentlich müsst man ein bisserl kotzen bei so viel Bigotterie".
 

 

31. Filmfest Biberach



  Franco Di Polo von "Try a little tenderness" spielt Gitarre für Phillip Käsbohrer. Der feierte Geburtstag im Jugendtreff umringt von Filmemachern.

  Super Stimmung und relaxtes Entspannen ab 3 Uhr Nachts im Jugendtreff Biberach. Phillip Käsbohrer 
  (Der Tag an dem Herrn Müller einfach nichts einfallen wollte...)
  hatte zu einer Afterfilmparty und seiner Geburtstagsfeier geladen. Entspannung hatte die Weberbergredaktion auch dringend nötig:
  Sie hatte den Fehler begangen sich in Black Forrest zu verirren (23:45 h bis 2 Uhr) . Trotz einiger Filmerfahrung kämpfte der Weberbergredakteur
  gegen auftretende Fluchtreflexe während des Filmes und gab erst zu Diskussionsbeginn endlich auf.


Regisseur Gert Steinheimer (Black Forest - Trailer hier) bei der Publikumsdiskussion.   Der Film zeigt in reichlich albernen und unspektakulären Bildern wie eine Reihe von Teenagern in einem Schwarzwaldhaus von einem Fernseher missbraucht und terrorisiert werden. Was an sich noch ganz lustig klingt wird zum Filmalbtraum des
Zuschauers spätestens nach 20 Minuten...  
 
Die Darsteller von Black Forest fühlten sich teilweise offenbar nicht besonders wohl in ihrer Haut.
Hervorragend dagegen die Kurzfilme in Block 1: Kleptomaniac, Der Tag an dem Hern Müller einfach nichts einfallen wollte, 
Try a little tenderness, Il Giardino, Oma rennt und Das Paket. Jeder Film eine wahre Perle. 



 


 

 

 

 

 

 


   
  Senta Berger beim Publikumsgespräch 19 Uhr 30 

 

Es war knapp nach halb sieben gestern Abend als der Stargast eintrudelte.
Filmfestpressesprecher Jojo Riedel wurde schon unruhig - er hatte Senta
Berger aus Gräfelfing bei München eine Viertelstunde früher erwartet.
Die Ehefrau von Michael Verhoeven wurde schon beim Aussteigen aus
der Limousine des Filmfestfahrdienstes von Biberacher Paparazzis
bedrängt (Weberberg war natürlich auch dabei).

 Kommentar der viel beschäftigten Schauspielerin und Produzentin:
"Niemand sieht gut aus, wenn er aus dem Auto steigt!" Die Bemerkung
 zwischen Spaß und Verärgerung stoppte aber die Medienmeute nicht.
 Im Gegenteil: innerhalb von Sekunden preschten auch noch die Fans vor,
 um Autogramme zu bekommen.



  So mancher Journalist war so irritiert, dass er im Feuer des Fragengefechtes Nebelgranaten von sich gab: "Ähm Frau Berger und was machen sie
  sonst so?
" Antwort: "Filme". Allgemeine Überraschung. Abgesehen davon, dass die auf die Siebzig zugehende Frau im Schnitt pro Jahr 4 Filme als 
  Schauspielerin macht,   gibt's da ja auch noch ihre Allianz mit Regisseur Verhoeven und ihre Stimme (Synchronstimme von Catherine Deneuve).
  RegioTV stürzte sich denn dann auch gleich auf eine Fanin: "Was sie denn an Senta Berger so toll finden würde" - Alles. Auch hier harte Fakten
  im investigativen Foyergespräch. Man muss es  Senta Berger einfach lassen und da spürt man den Weltstar: In dem Gemetzel nicht durchzudrehen
  erfordert äußerste Disziplin und Routine, oder auch Nerven aus Stahl. 





Figaro Claus (Niedermaier)
hatte sich schon darauf gefreut Senta 
Berger unter die Fittiche zu nehmen: Der Starcoiffeur bietet für Stars 
und Sternchen einen besonderen Service über die Tage:

Wenn die Damen und Herren am Nachmittag nicht wissen was tun
oder wohin, können sie bei Figaro Claus sich stylen und aufpeppen 
(oder auch pimpen) lassen. Dafür reichte es aber Senta Berger nicht
sie war gestern Abend nur bis etwa 23 Uhr in Biberach. Aber 
vielleicht holt sie es ja noch nach und Figaro Claus darf Hand 
anlegen... 



Senta Berger vor den Kameras von SWR und RegioTV.

Adrian Kutter, Figaro Claus mit Begleitung im Gespräch mit
Senta Berger.

 



BIBERACH 15. Oktober Türken in Biberach
Sinan Yazici freut sich. Und er hat allen Grund dazu. Vor kurzem erhielt er von der IHK die Erlaubnis auszubilden. Manche denken vielleicht, der Änderungsschneider im Königgässle sei nur qualifiziert, kleine Reparaturen an Kleidung vorzunehmen. Weit gefehlt. Das Schneiderhandwerk hat er in der Türkei gelernt. Seit etwa 30 Jahren ist er nun in Biberach und hat es zu solidem Wohlstand gebracht – als Schneider und Hausbesitzer und als Betreiber zweier Schnellimbisse (in der Radgasse und der Schwarzroßgasse) und des Restaurants „Michelangelo“. In der Türkei gehören ihm zudem einige Haselnussfelder.

Integrationsprobleme kennt er nicht. Natürlich hat er auch türkische KundInnen, aber die meisten sind Deutsche und immer mal wieder lässt er sich zu einem Schwätzchen verleiten Da muss dann schon mal ein Kunde ein Weilchen warten. Aber Aufträge erledigt er schnell. Und man merkt, dass ihm seine Arbeit Spaß macht. Da geht es nicht um ein paar Euro mehr, sondern vielmehr darum, dass die Kunden zufrieden und manchmal glücklich sind, dass ihr Lieblingskleidungsstück gerettet oder verschönert wurde. Aber etwas nagte die ganzen Jahre ein wenig an Sinan Yazici, dem Mann aus Terme bei Samsun – dass er nicht als Schneidermeister anerkannt war, nicht ausbilden durfte. Dabei war er es, der oft genug Prüfungen abgenommen hat. Inzwischen hat ihm die IHK die Lizenz zum Ausbilden erteilt.


Über Mangel an Kundschaft konnte er sich noch nie beklagen. Die reicht mittlerweile auch immer mal wieder weit über Biberach hinaus, denn es hat sich herumgesprochen, dass man ihm auch wertvolle Kleidungsstücke, etwa einen teuren Markenanzug getrost zum Ändern anvertrauen kann. Wer eine Weile bei ihm im Laden steht und mitbekommt, wie er Kunden berät, wie er oft auch eine sinnvolle Änderung empfiehlt, an der er weniger verdient als an der, die der Kunde ursprünglich gewünscht hat, merkt rasch, wie kompetent er ist. (Und wer ihn besser kennt, kennt auch seine Hilfsbereitschaft.) Nach all den Jahren in Biberach blickt er dankbar auf die bisherige Zeit zurück und nutzt diese Gelegenheit auch, seinen KundInnen aufrichtigen Dank zu sagen. So ist Sinan Yazici ein schönes Beispiel zum Thema Türken in Deutschland, genauer: in Biberach an der Riß.

Splash heißt der neue Stern am Biberacher Modehimmel. Es befindet sich in der Bahnhofstraße 18 und Tarik Isanç erklärt gerne worum es bei dem Laden geht: "Die jungen Leute kleiden sich heute öfter neu ein. Bei den Preisen in den großen Biberacher Modegeschäften ist das aber kaum möglich. Da füllen wir mit unserer preiswerten aktuellen Mode aus der Türkei und Italien eine Marktlücke." In der Tat liegen die Preise niedrig. Herrenjeans gibt es ab 30, Damenjeans ab 20 Euro. Daneben bietet das Splash Gürtel, Taschen, Handschuhe, Geldbeutel, Schmuck und Schuhe (schon ab 15 Euro) an. Alle zwei Wochen, so heißt es, kommt neue Ware.
Tarik Isanç trifft man täglich in dem Laden an und zur Seite stehen ihm als Aushilfen zwei junge Damen und ein junger Mann. Die Praktikantin Damla sehen wir im mittleren Bild. Tarik hat nach der Schule Techniker gelernt und war Abteilungsleiter in der Oberflächentechnik in Stuttgart. Für Kleidung hat er, der aus Sivas stammt, sich schon immer interessiert. Bei seinem Onkel in Karlsruhe informierte er sich darüber, wie man in der Branche erfolgreich ist. Am Vormittag ist es eher ruhig in dem Laden. Keine Kunden? Tarik lacht: "Die kommen in Wellen, manchmal in drei pro Tag, manchmal im Stundenrhythmus. Vormittags während der Schulzeit ist natürlich weniger los." Der Schwerpunkt im Angebot liegt bei dem, was man young fashion nennt. Demnächst sollen bei den Schuhen auch noch die Marken Esprit, Puma, Bruno Banani, Camel und Tom Taylor hinzukommen. Einkaufen kann man im Splash (Inhaber ist Saban Isanç) durchgehend montags bis freitags von 10-19, samstags von 10-17 Uhr.

Sofi’s heißt ein türkischer Schnellimbiss, der am 1. Oktober in der Ulmer-Tor-Straße 17 eröffnet hat. Inhaber ist Metin Seslikaya, aber hinter der Theke stehen (Von links) Selcuk (aus Agri), Sahin (aus Erzincan) und Kemal (aus Istanbul). Es gibt hier mehr als nur Döner. Kemal zählt auf: Köfte, Hähnchenschnitzel. Verschiedene Salat und – ab 10 Uhr – türkisches Frühstück, zu dem es affee gratis gibt. (Wie es auch den Tee zu jedem Gericht gratis gibt.) Was es nicht in dem Lokal gibt, ist Alkohol. Dafür lockt man die SchülerInnen mit dem Angebot Kebap+Pommes für 3 Euro.

Demnächst wird es auch vom montags bis freitags jeweils ein Mittagsmenü geben, dessen Preis variiert., aber als Beispiel listet Kemal den Dönerteller mit Reis oder Pommes, Salat und Getränk für 6,20 Euro auf. Einen vielen Bibern vom Sehen her bekannten Gast trafen wir in dem Lokal an: Merdan Erdogan aus Sivas, der bereits seit 26 Jahren in Biberach ist und davor 10 Jahre in Hamburg gelebt hat. Er ließ sich gerne hinter dem Teller mit türkischer Pizza (Lahmacun) fotgrafieren. Und etwas dürfen wir hier nicht vergessen: die hausgemachte Kebapsoße, ein Geheimrezept!

 

BIBERACH/INGELHEIM 11. Oktober Brommler beim Weinfest Die „58ger-Brommler“, die Trommlergruppe des Jahrgangs 1958 aus Biberach, unterhielten auf Einladung der Stadt Ingelheim die Besucher am letzten Wochenende des Rotweinfestes. An Rumba-, Samba- und Rockrhythmen angelehnte Stücke, vom diesmal mitspielenden jungen Coach Alfons Lumpp komponiert , brachten zusätzlich Stimmung in die Straßen und Gassen sowie den Festplatz an der Burg. Auch der Rotweinkönigin gefiel es. Zudem war eine „Brommler“-Einlage für die Radiostation Antenne Bad Kreuznach dabei. Sie lenkte die Aufmerksamkeit auf deren Wohltätigkeitsaktion zum Zwecke einer Einrichtung für behinderte Menschen (siehe Foto). Seit nunmehr 11 Jahren sind die „58ger-Brommler“ unter musikalischer Anleitung von TG-Spielmannszug -Stabführer Alfons Lumpp eine Gruppe des inoffiziellen Teils des Schützenfestes. Einem Mitarbeiter des Ingelheimer Bürgermeisters gefiel bei seinem diesjährigen Schützenfestbesuch der Auftritt und Stil der „Brommler“ so gut, dass er kurzerhand die Gruppe in die Rotweinstadt Ingelheim einlud. Für nächstes Jahr ist eine Neuauflage geplant. (Foto: Radio Antenne Bad Kreuznach)

BIBERACH 11. Oktober Aus Kolumbien nach Biberach
Dass Familien gefördert werden sollen, hört man von allen Seiten immer wieder. Aber oft sieht die Realität anders aus. Wenn man es etwa mit kolumbianischen Behörden zu tun hat. Oder mit dem Landratsamt Biberach. Aber der Reihe nach. Im April 2008 reist Saskia, sie ist jetzt 21, nach Ecuador. Nicht als Touristin sondern mit den IJGD, den Internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten Freiwillige soziale Arbeit also. Sie macht Hausaufgabenhilfe, betreut Kinder, unterrichtet Englisch im Kindergarten und arbeitet im Waisenhaus. Im Juni geht es nach Kolumbien wo sie Theater mit Straßenkindern macht. Dort lernt sie Cristian (23) kennen und lieben, mit dem sie auf Märkten Schmuck verkauft. Zu Weihnachten möchte sie zurück zur Familie nach Biberach, aber ihr Visum ist abgelaufen.

Die Rückkehr ist vorerst nicht möglich. Mit Cristian reist Saskia wieder nach Ecuador. Bei seiner Familie kommen sie vorübergehend unter. Unter dem Wellblechbach leben jetzt sechs Menschen in einem Zimmer. Das Bett teilt man sich zu zweit oder zu dritt.

Saskia und Cristian möchten heiraten. Dazu braucht man die deutsche Botschaft, aber die ist wenig hilfsbereit und gibt falsche Auskünfte. Papiere müssen aus Deutschland geschickt werden. Sie gehen verloren. Per DHL werden sie noch einmal geschickt. Dann heißt es, die Apostille fehle, also die diplomatische Beglaubigung. Die Dinge ziehen sich. Saskia verschiebt den Flug; bei der Lufthansa weiß man später davon nichts. Der Flug sei verfallen. Irgendwann wird auch noch Saskias Scheckkarte kopiert und 800 Euro gehen verloren.

Von Cristian wird der Nachweis eines bestandenen Deutschtests verlangt. Aber von den beiden Gioetheinstituten in Kolumbien wird eines gerade renoviert, im anderen kommt er nicht in einen Kurs. Also nimmt er Privatunterricht und besteht schließlich den Test.

Aber man will ihm dennoch kein Visum geben. Erst als man anklingen lässt, das Auswärtige Amt einzuschalten, geht alles plötzlich schnell. Innerhalb einer Stunde ist das Visum da. Das Paar ist also in Biberach. Cristian mit einem Einreisevisum für drei Monate. In Biberach ist für sie das Ordnungsamt zuständig, aber als sie nach Herlishöfen ziehen, zweit Tage vor der Hochzeit, wird das Landratsamt zuständig. In Biberach hätte Cristian wohl für 20 Monate eine Aufenthaltsgenehmigung bekommen, beim LRA gibt e das Visum nur für ein Jahr, weil der Unterhalt nicht gesichert sei. Cristian braucht einen Job. Aber afür muss er vorher an einem Integrationskurs teilnehmen. Erst heißt es, es gebe viele verschiedene Kursangebote. Dann wieder: vorerst kein Kurs. Eventuell, habe es geheißen, gebe es in diesem Jahr noch einen. Eventuell. Seit dem 17. Juli wartet Cristian drauf, an einem Kurs teilnehmen zu können. Das Landratsamt ließe sich immer wieder Zeit mit dem Bearbeiten von Anträgen und verweigere Zahlungen, auf die das Paar laut Auskunft der Caritas eindeutig Anspruch habe, klagen die beiden. Etliche Zahlungen stehen bereits aus. Das macht die Situation der beiden nicht einfacher. Ein Anwalt muss öfter bemüht werden. Die Mutter schaltet sich ein, fragt nach dem Vorgesetzten des Landratsamtsmitarbeiters. Das Landratsamt lädt zu einem Termin vor. Es ist der 7. Oktober, dem Tag, für den das Paar die Geburt ihres Kindes erwartet

Die Sache wird noch komplizierter. Die Wohnung in Herlishöfen wird wegen eines Wasserschadens unbewohnbar, die Vermieterin will ihn vorerst nicht reparieren lassen und kündigt den Mietvertrag. Wohin jetzt? Die Mutter nimmt das Paar auf. Das Leben ist zwar lange nicht so schwierig wie es in Kolumbien unter dem Wellblechdach war, aber in der 3 ½ -Zimmer-Hochhauswohnung geht es mit Mutter, zwei erwachsenen Töchtern, Mann und Baby eng zu. Auf Dauer ist das keine Lösung. Und deshalb suchen Saskia und Cristian Marroquin eine Wohnung innerhalb Biberachs für sich und ihren Sohn Atreyu. Mehr als 320 Euro darf sie nicht kosten. Und falls ein Weberberg.de-Leser oder eine –Leserin etwas weiß und vermitteln könnte, wäre es toll.
BIBERACH 2. Oktober Das neue Abdera Innen sieht es noch so aus wie früher, aber der Eingangsbereich wurde ganz neu gestaltet, wie man sieht . mit einer schwungvollen Überdachung. Zur Einweihung gab es einen Empfang mit Gratisdrinks und Häppchen. Jojo Riedel moderierte auf der Bühne ein gespräch mit Charlotte vom Abdera, dem Architekten und OB Thomas Fettback,. der sich als Raucher besonders über das neue Vordach freute. Aber auch darüber, dass alles rechtzeitig fertig wurde und die Kosten im vorgesehenen Rahmen blieben. Die Stufenfestbesucher dürfen sich in Zukunft über die neue Garderobe freuen. Jetzt sind ihre teuren Markenkittel noch sicherer vor diebischen Händen.
Wahlsieger Oli Lukner von der FDP
Zwiespältig war das Wahlergebnis für Josef Rief.
Nicht in Martin Gersters "Bude" für Jungsozialisten wurde das obige Foto aufgeniommen, sondern im Café Correct, wo die SPD nach der Wahl feierte oder sich tröstete. Links Hannes Munzinger, rechts Gordian Frey, Schatzmeister der Jusos in BC.

BIBERACH 28. September Notizen vom Wahlabend im Landratsamt und anderswo Natürlich sei er enttäuscht wegen des Ergebnisses der Bundes- und Landes-SPD sagt Martin Gerster, aber ist froh, dass er gegen den Trend dazu gewonnen hat. Bevor unser Fotograf auf den Auslöser drücken konnte, streckte Gerster ihm rasch die Hand entgegen, um zu belegen, dass „er nicht fremdele“, wie die Berg Zeitung geschrieben hatte. Sein Parteifreund Roland Luschkowski zeigte sich „abgrundtief enttäuscht“ Und prophezeite: „Jetzt kommen die Grausamkeiten ohne soziales Netz.“ Auf die Frage, ob die Verluste für Josef Rief ihm eine innere Genugtuung bereiteten, antwortete Bad Buchaus Bürgermeister Peter Diesch (Bild unten mit Josef Rief) diplomatisch: „Fragen Sie mich lieber was anderes.“ (Diesch war im Juni Rief bei der Wahl des CDU-Kandidaten unterlegen.) Ob die „Hetzkampagne“ gegen Rief auf AmFedersee.de dem Kandidaten geschadet habe, wusste Diesch nicht zu sagen, vermutete aber, dass sie keinen allzu großen Einfluss gehabt habe. Eitel Freude natürlich bei den anwesenden FDPlern. Gemeinderat Fred Braig dankte dem Weberberg.de-Chef für die gelungene Schlagzeile „Wenn der Hamster noch mal klingelt“. 2.Braig: „Ich hab mich schief gelacht.“ Die Schlagzeile gehörte zu der Meldung, dass MdB Gerster seine Hausbesuche auch nach der Wahl fortsetzen wolle. . Herbert Wilzek von der LINKEN war höchst zufrieden: „In Biberach die 5%-Hürde übersprungen. Ich hatte mit 3% gerechnet“, lächelt das Markus-Maria-Iwersen-Double das schlechteste ergebnis für die LINKE im Ländle weg.

Sieger (und auch Opfer?) Josef Rief (im Bild mit Gattin Andrea) war in manchen Bereichen enttäuscht. Ihm habe es an Bekanntheit gefehlt. Er habe auch Fehler gemacht, sei aber auch Opfer einer Schmutzkampagne der Schwäbischen Zeitung geworden. (Über respektlose und nicht objektive Berichterstattung klagte auch Riefs Wahlkampfleitern.) Was die Rangelei mit dem Fotografen Weiss angehe, habe er sich entschuldigt und sei mit Weiss im Reinen. SPD-Kreisrat Werner Krug hält Rief für „unbeherrscht, unvorbereitet und in die Macht verliebt, bevor er sie hat.“ Die CDU müsse sich fragen, ob sie sich wirklich so präsentieren wolle. Für Krug ist die Wahl Riefs „eine Katastrophe.“ Romer erklärte das schlechte Abschneiden Riefs damit, dass er von den eigenen Leuten (Bauern) im Stich gelassen worden sei. Ansonsten verstehe er nicht, warum Rief so viel Gegenwind erhalten habe als Familienvater, erfolgreicher Landwirt und ehrenamtlich Tätiger. Er habe aber manchmal zu schnell reagiert und sich in Bad Buchau ungeschickt verhalten. Lukner war für Romer der große Gewinner des Tages. Gerster ist für ihn „kein schlechter Abgeordneter. Der versteht sein Geschäft.“ Lukner selbst war froh über seine vielen Erststimmen und führt sie daraus zurück, dass die FDP voll auf die Infostände gesetzt und damit viele Leute erreicht habe. Gekonnt führte Dr. Matthäus Rösch, Leiter des Amts für kommunales Recht und Europa“ durch die Präsentation der Wahlergebnisse. Für Rief war es wohl schmerzhaft, wie oft Rösch den Abstand zu den Wahlergebnissen Romers betonte. Einer Anregung von Weberberg.de folgend zeigte Rösch auch immer mal wieder die absolute Stimmenzahl, was deutlich machte, dass bei den „Sonstigen“ die Piratenpartei klar die Führungsposition hatte. Im Kreis kamen sie auf exakt 2,0% mit 2.277 Stimmen. In Dürnau mit 13 Stimmen auf 5,4%. Gerne hätten wir etwa Warthausens ex-GRÜNEN Bürgermeister Cai-Ulrich Fark zum Abschneiden seiner neuen politischen Heimat CDU befragt, aber den plagte gestern ein seltsamer Schnupfen, bei dem er dauernd niesen muss. Das wollte er den anderen Gästen nicht zumuten.

Jetzt fremdelfeindlich: Wahlsieger Martin Gerster
Gutes Ergebnis trotz katastrophal wählerfeindlichen Webauftritts - die GRÜNEN. Erststimmenkandidat Thomas Oelmayer in der Mitte, Webmaster Michael Gross rechts, links MdL Eugen Schlachter, der den Webauftritt seiner Partei gar nicht kennt. Peinlich.
Wahlstar Oli Lukner in fotostorytauglicher Pose.
Aufmerksam verfolgten die Gäste die Wahlergebnisse.
 
BIBERACH 24. September Aus Biberachs Gastronomie Das "Coffee Fellows" gegenüber vom "Vienna" wird derzeit aufgefrischt und eröffnet demnächst wieder. Man sucht noch Personal. Gegenüber, in der ehemaligen Bäckerei Bader, ist das "Go Go Pizza Shop" bereits in Betrieb, jeweils montags bis samstags von 11.30-14.30. Hier gibt es Pizzaschnitten für 2 oder 2,50 Euro. Betrieben wird es von der Pizzeria "Roter Ochsen". Noch nicht eröffnet und noch eingerüstet ist ds "Subway" gegenüber der Gebhard-Müller-Schule. Auch dort sucht man Servicekräfte.

BIBERACH 21. September Die "Ente"feierte ma vergangenen Sonntag ihr 15jähriges Jubiläum. Etwa 120 geladene Gäste konnten sich am leckeren Entenbüffett, aufgetischt von den Köchen David, Klaus und Roland verwähnen lassen. Die "Biber Oldies" sorgten für das musikalische Begleitprogramm. Dass das Wetter mitspielte, dürfte Enten-Wirtin Claudia Gebhart (rechts) besonders gefreut haben.

BIBERACH 19. September Der Mogel-Wahlkampf der CDU Während sich die anderen Parteien - etwa die Piratenpartei (s. rechts) - ziemlich genau an die Vorschriften zur Plakatierung der Wahlwerbung halten, geht die CDU offenbar nach wie vor nach dem Motto "Legal, illegal, scheißegal" vor. Sie wurde bereits vor Wochen vom Bauverwaltungsam ermahnt, die Vorschriften einzuhalten, aber auch heute noch finden sich zahlreiche Verstöße, wie oben in der Theaterstraße, am Fünf-Linden-Kreisel oder - besonders eklatant - in der Waldseer Straße. Verkehrschilder sind von Plakaten freizuhalten. Nun mag man die "Fehler" der mangelnden Kompetenz des Riefschen Wahlkampfteams zuschreiben. Dass aber Biberacher CDU-Mitglieder diese Plakate noch nicht wahrgenommen haben, darf man kaum annehmen....

BIBERACH 19. September Piraten-Aktion CDU-Kandidat Josef "Saubauer" Rief war zum Wahlkampf auf dem Biberacher Marktplatz. Gegen 12.30 Uhr saß er vor dem Coffee Fellows im Gespräch. Dort fanden sich auch zwei Unterstützer der Piratenpartei ein und ließen sich zunächst zusammen mit zwei Wahlkämpfern der GRÜNEN fotografieren. Rief (im Hintergrund) merkte nichts von der Flash-Aktion. Auch dann noch nicht, als sich die Piraten mit ihren Plakaten direkt hinter und neben ihn stellten. (Großfoto hier.)
Rief redet weiter. Der erste Pirat geht. Rief spricht immer noch. Und auch als der zweite Pirat noch hinter ihm steht, merkt Rief immer noch nichts. Gelungene Aktion!
BIBERACH 19. September 2009 Das 1. Biberacher Matjesfestival begann gestern im Café Weichhardt. Mit Worten wie "Sensationell!"- "Voll gut!" - "Fantastisch!" - "Superlecker!" reagierten die Gäste auf das Angebot. Soviel Matjes wie man wollte konnte man am reichlich gedeckten Büfett essen - und das für einen senstaionellen Preis von 10 Euro. Heute geht es weiter. Die drei Köche waren stilgerecht mit Fischerhemden gekleidet. Nur für einen von ihnen. Jürgen marxen aus Schleswig-Holstein war das heimatliche Kluft. Die . beiden anderen Köche kamen aus Sachsen und Bayern.

Was bisher geschah