Die BC-Illustrierte: Das ganze Leben Biberachs

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Zur Berg Zeitung

BIBERACH 29. April 2007 Mehr Fisch in BC Wer beim Tennisheim Hühnerfeld nur an Pizzeria denkt, hat irgendwie Recht aber liegt doch falsch. Natürlich gibt es hier einen Pizzaservice (Tel. 28090) und natürlich sind Pizzas und Pasta (jeden Abend frisch gemacht) den Hauptanteil der Speisen aus. Aber das von der Familie Vasic betriebene Restaurant profiliert sich auch als überaus gutes Fischrestaurant. Die ganze Dorade, die wir probierten, war nicht nur mit Ananas und Feigen hübsch dekoriert, sondern schmeckte auch in Kombination mit dem Gemüse vorzüglich. Auch das Pastagericht wurde überaus appetitlich serviert und war sehr schmackhaft. Das Restaurant wurde lange Zeit von Poco Loco Betreiber Ristic geführt, aber jetzt ist Gogy Vasic Chef im Haus und der kann nicht nur kochen, was er in Wien gelernt hat, sondern auch Klavier spielen. Jazz hat er einst am Konservatorum studiert und so unterhält er seine Gäste gelegentlich mit Pianoklängen. Kinder dürfte das weniger interessieren, dafür toben die umso begeisterter auf dem Trampolin im Freien herum. Überhaupt der Freibereich: Man kann tagsüber den TennisspielerInnen bei ihrem Training zuschauen und Abends dann ganz ruhig vor Verkehrslärm ungestört die frische Luft genießen. Und natürlich das Essen. Rucolasalat mit Parmesan und Walnüssen ist eine der beliebten Spezialitäten des Hauses, das auch gerne die frische Antipasto di Mare erwähnt, Teil des guten Fischangebots, das immerhin 25-30 Fische in der Woche umsetzt. Für die Zukunft plant Gogy Vasic weitere Neuerungen: Grillen und Tanzen im Freien etwa und Cocktails im Sommer.
Gute Fischrestaurants sind nicht leicht zu finden und daher gibt es in der Kategorie Speisen drei Sterne, auch wegen der liebevollen Zubereitung einfacherer Pastagerichte. Beim Preis-Leistungs-Verhältnis sind zwei Sterne sicher nicht zuwenig, denn die Gerichte sind zwar nicht absolute Schnäppchen aber doch recht günstig für das, was geboten wird. Service und Ambiente? Da geben wir mal 2,5 Sterne. Das Innere des Restaurants ist sehr gepflegt, wenn auch kein optisches Highlight. Die Möglichkeit, ruhig draußen zu sitzen, ist hoch zu veranschlagen und wenn man dann noch gut bedient wird, fehlt kaum etwas zur Zufriedenheit. (Öffnungszeiten Di-Sa 11-14 und 17-23 Uhr; So 11-14 und 17-22 Uhr).
BIBERACH 28. April 2007 Vielfältiges Biberach Die Kreishauptstadt präsentierte sich wieder einmal von ihren besten Seiten am gestrigen Freitag. Im Applaus gab es Kultur vom Feinsten als Detlef Berentzen aus seinem autobiographischen Roman Hermann las, begleitet von Peter Zoufal. Im Club Absolut war beste Stimmung bei einer Single Party und in der Piano Bar "Der Ohrwurm" feierten Schwule und Lesben mit anderen Bibern zusammen.
BIBERACH 25. April 2007 Bravourleistung "Also ich mag Grass nicht," sagte die Schauspielerin Cornelia Sikora bevor sie im Rahmen der Ausstellungseröffnung von Illustrationen Günter Grass' in der Stadtbücherei vor etwa 40 Gästen gestern zu einer Lesung aus dessen Buch "Mein Jahrhundert" anhob. Das Buch, um das sich die Aktion "Eine Stadt liest" eine Woche lang dreht, findet nicht uneingeschränkten Anklang. Als "langweilige, sozialdemokratische Erbauungsliteratur" bezeichnete es einer der anwesenden Kulturschaffenden. Aber was Cornelia Sikora aus dem Kapitel machte, das sie vortrug (den Brandtschen Kniefall in Warschau) , war faszinierend und man konnte kaum glauben, dass die Schauspielerin noch wenige Minuten vorher gestöhnt hatte, dass im Gegensatz zu Texten von Goethe oder Shakespeare sich bei Grass kein flüssiges Sprechen quasi von selbst einstelle. Die Bilder sind Illustrationen. Und Kulturdezernent Dr. Hans-Peter Biege meinte, Biberachs bekannte Kulturhistorikerin Elsbeth Berg würde wohl sagen: "Grass dilettiert auf hohem Niveau." Aber in Kombination mit den Texten haben die Bilder durchaus Charme und Gedanken provozierenden Reiz.


Mark Rechmann,36

The Lumberjacks

BIBERACH 23. April 2007 Square Dancer wird neuer Tiefbauamtsleiter Würden Sie dem Mann links 10 Millionen Euro pro Jahr anvertrauen? Die Stadt Biberach tut es und wählte mit 30 von 31 Stimmen heute Mark Rechmann aus Mögglingen zum Nachfolger auf dem Posten des Tiefbauamtsleiters. Rechts gratuliert ihm sein Vorgänger Norbert Fischer, der den wichtigen Posten 31 Jahre lang innehatte. Das Amt hat in der Tat diesen hohen Etat. Rechmann lebt schon gut 15 Jahre mit seiner Freundin zusammen. Und was machen die beiden, wenn er sich nicht um Straßen, Wasser und Sonstiges kümmern? Square Dance und zwar in der Kategorie C3, dem neunten Schwierigkeitsgrad. Davon gibt es gerade mal ein Dutzend in Deutschland. Rechmann ist auf dem dritten Bildungsweg zum Studium Bauingenieurwesen / Projektmanagementgekommen. Auf der Hauptschule begeisterte ihn seine Lehrerin für den Square Dance, den er in der Schule fünf Jahre lang betrieb. Und der hat ihn bs heute nicht losgelassen. In Heidenheim ist er Caller einer Gruppe und die wird er wohl am Wochenende weiter besuchen. In Ulm gibt es fünf miteinander zerstrittene Gruppen, aber in Biberach wäre da wohl noch eine Marktlücke. Und was gefällt ihm neben dem Tanzen am meisten am Square Dance? "Dass es schöne und auch sehr große Treffen gibt, aber keine Turniere." Weberberg.de freut sich, Ihnen als erstes Biberacher Medium den Mann vorstellen zu können. Keine Stunde nach seiner Wahl.
Rechmann, derzeit Leiter des Tiefbauamtes der Großen Kreisstadt Remseck am Neckar, hatte keinen Gegenkandidaten.
BIBERACH 21. April 2007 Die neue "Ente" Claudia Gebhardt (links), charmante und szenefreudige Wirtin der "Goldenen Ente" lud am Samstag viele Stammgäste zu einem Umtrunk und kleinen Imbiss vor die frisch gestrichene "Ente" ein. Und damit man sich noch besser kennenlernte, bat sie die Anwesenden, sich mindestens fünf Fremden vorzustellen, was auch eifrig angenommen wurde. Eine nette Idee. Die "Ente" wird auch weiterhin Qualität bieten und für die Wünsche der Gäste ein offenes Ohr haben. Und familienfreundlich ist sie mit ihren niedrigen Preisen für alkoholfreie Getränke auch. (Gymnasiumstraße 17, sonntags Ruhetag, Tel.: 07351/13394)
BIBERACH 21. April 2007 Heimatlose rote Haie Dennis Frick (links mit Basecap) und sein Freund Patrick Schirrmer sind auf der Suche. Die begeisterten Biberacher Paintball-Spieler suchen für ihren Verein (Red Sharks Paintball Team Biberach) , der demnächst gegründet wird, eine Halle, in der sie ihren schnellen Sport ausüben können. Paintball kann man natürlich auch im Freien spielen, aber dann nur auf abgezäuntem Gelände - und ein Zaun ist sehr teuer.
Schaut man scih die Startseite von Paintball.de an, dann hat sie schon etwas Militärisches. Aber für Patrick und Dennis (beide 21) ist Paintball ein e Extremsportart, die unglaublich schnell ist. In 90 Sekunden kann ein Spiel vorbei sein, bei dem zwei Teams von 5-7 Leuten etwa eine Flagge ins gegnerische Feld transportieren müssen, ohne von Farbpatronen getroffen zu werden. Da strömt das Adrenalin. Kein Wunder, dass die Sportart immer beliebter wird. Vor allem in Norddeutschland finden sich, so die beiden Vereinsgründer, in jeder größeren Stadt Paintballhallen. In Süddeutschland sieht es dagegen blass aus. "In einem Umkreis von 200 km um BC gibt es nur vier oder 5 Hallen," seufzt Patrick. Das soll sich ändern, denn jetzt sucht man eine Halle. "Es kann auch ein alter Stall sein, den wir dann herrichten." Ein Feld würde €10.000 Euro kosten. Gegebenenfalls würden wir eine Halle auch pachten. Da müssten wird dann einen Businessplan aufstellen," sagt Verwaltungsfachmannn und lernender Kaufmann Dennis. Sieben Interessenten hat der Verein bis jetzt, aber dabei soll es nicht bleiben. "Wenn wir erst einmal eine Halle haben, kommen sicher mehr Leute. Jetzt müssen die halt nach Ulm fahren oder nach Münsingen, München oder Stuttgart." Die Halle soll aber nicht nur Vereinsmitgliedern zur Verfügung stehen. Auch andere Sportfreunde sollen hier mitspielen können mit kostengünstig geliehener Ausrüstung. Denn die braucht man: Schutzmaske, Markierer und natürlich die Farbbälle. Für eine Anfängerausrüstung kämen da schnell 2-400 Euro zusammen, ein Profi würde leicht über 700 Euro hinlegen müssen. Da ist es preiswerter, sich die Sachen zu leihen, um einmal in den Sport reinzuschnuppern. "Aber dann ist man schnell gefangen," sagt Dennis, "denn der Sport macht unheimlich viel Spaß und ist extrem spannend."
Wenn man noch keine Halle hat (eine Größe von 20x50 Metern wäre geeignet), könnte ein Gründungsturnier des Vereins für den süddeutschen Raum vielleicht auch mit geliehener Umzäunung stattfinden. Langfristig möchte man natürlich ganz oben mitspielen - in der deutschen Paintball-Bundesliga. Vielleicht kann ja eine(r) der Weberberg.de-Leserinnen helfen und kennt eine geeignete Räumlichkeit. Sicherheitshalber gibt Dennis Frick seine Telefonnummer an: 0160/722 4333.
BIBERACH 14. April 2007 Ein positives Fazit zog man in der Weberberg.de-Redaktion nach dem österlichen Betriebsausflug. Es gab auch besinnliche Momente (4), aber der Schwerpunkt lag bei den motivierenden Ansprachen des Weberberg.de-Chefs (Redaktionsjargon: "Verkündigungen" bzw. "Selbstgespräche"). Er forderte die KollegInnen auf, sorgfältiger zu arbeiten und weniger Müll zu produzieren (6), zeigte ihnen, wo es in Zukunft langgehen sollte (5), lobte, dass die Redaktion es immer wieder verstünde, die Zeichen der Zeit zu verstehen (2) und beeindruckte alle mit dem Gleichnis vom Treibholz (7). Ein besonderes Lob erhielt die Redaktion der "Negativliste", die sich in den letzen Wochen allerlei Spekulationen von Weberberg.de-Astrologen bzw. Anfeindungen unverständiger LeserInnen ausgesetzt sah. In der "Direktive von Artá" (1) wies der Chef darauf hin, wie wichtig es sei, zwischendurch einmal neue Kraft zu schöpfen ("wie aus einem Brunnen") und gab dann die eindeutige Richtung für die Negativliste vor: 1) Kühl bleiben, 2) Ball flach halten und 3) dann draufsatteln. Dafür gab es viel Beifall bei den aufmerksamen Zuhörerinnen. Aber auch der Humor kam nicht zu kurz: "Wenn alle unsere LeserInnen immer mal wieder auf unsere Google-Anzeigen klicken, können wir uns bald eine eigene Yacht leisten!" (3) scherzte ein sichtlich entspannter Chefredakteur.
BIBERACH 14. April 2007 Partyleben Kaum zurück vom Betriebsausflug stürzte sich die Weberberg.de-Redaktion wieder ins Biberacher Nachtleben und konnte zu einem Geburtstag gratulieren. Geburtstagskind Torsten (links im linken Bild) wurde 32 und feierte in der Lounge 17, wo ihm eine originelles Gebäck serviert wurde, das er mit geübten Lippen gleich anging. Aber nicht nur Torsten amüsierte sich in der gut besuchten Lounge. Gesprächsthema auch an diesem Abend: die Negativliste von Weberberg.de.

BIBERACH 3. April 2007 Im Orient Das "Pharaons" zusammen mit dem im Erdgeschoss gelegenen "Orient" Schnellimbiss wirbt mit dem Slogan: "Lassen Sie sich mit Lebenskultur aus 1001er Nacht verwöhnen. Genießen Sie auserwählte ägyptische und marokkanische Spezialitäten in unserem Schnellrestaurant oder verführerische Cocktails und Shishas im Kulturcafe." Das ist etwas verwirrend. Wenn unten das Schnellrestaurant ist, dann ist das Restaurant im 1. Stock ein Kulturcafé? Oder wie? Egal.

Neun Sterne vergeben wir üblicherweise in drei Abteilungen. Zwei Sterne gab es für das recht angenehme Ambiente, das mit origineller, gefälliger Dekoration aufwartet, einer Sitzecke mit Polstern, die größer ist als die im "123", wo man auch Shisha rauchen kann. Uns an die anfangs etwas aufdringliche arabische Musik zu gewöhnen, hatten wir erstaunlich viel Zeit. Die Speisen werden unten in der Schnellimbissküche zubereitet und per Lift nach oben geschickt. Sonderlich schnell ging das nicht. Die Bedienung war aber professionell und sehr freundlich und so gibt es 1,5 Sterne in der Service-Kategorie. Zwei der drei Testesser klagte über leicht zähes Fleisch, der dritte war zufrieden. Lecker der Vorspeisenteller Kleopatra. Die drei verschiedenen Grillteller, die getestet wurden, waren OK, aber jetzt nun auch nicht das ungewöhnliche orientalische Geschmackserlebnis. Insgesamt einigte sich das Testerteam in der Kategorie Geschmackserlebnis auf 1,5 Punkte.
Fazit: Wir kommen gerne einmal wieder und testen weiter, hätten dann aber vielleicht etwas stärkere Würze und weniger auf deutsche Standards runterdefinierte Speisen. Empfehlenswert. Sollte man mal hingehen. Da Fleischesser die größten Klimasünder sind, ist es wichtig zu wissen, ob vegetarische Speisen angeboten werden. Daran mangelt es nicht. Getestet haben wir sie aber noch nicht. (Di-So ab 18 Uhr, montags Ruhetag).
BIBERACH 1. April 2007 Tief bewegt äußern sich die BesucherInnen der Ausstellung "Noch mal leben vor dem Tod", die bis zum 15. April im Braith-Mali-Museum zu sehen ist, im Gästebuch der Ausstellung. Zu sehen sind Aufnahmen von Sterbenden aus einem Hospiz. In der Tat ist das Sterben ein anrührendes Thema. Aber es gibt auch Kritiker der Ausstellung. So schrieb der Fotograf Andreas Reiner, der sich auf seiner Website in einer Reportage auch mit dem Thema Hospiz auseinandersetzt, in einem Leserbrief u.a. Folgendes: "Beglückwünschen möchte ich eigentlich nur die Journalistin und den Fotografen, weil sie so mutig waren, sich mit diesem Tabuthema auseinanderzusetzen. Wo mir aber gänzlich der Zusammenhang fehlt, ist die Verbindung zwischen dieser Ausstellung und der Arbeit bzw. dem eigentliche "Leben"in einem Hospiz, weshalb ja letztendlich hier in Biberach die Werbetrommel gerührt wird. Ich war selber als Fotograf in einem Hospiz, um eine Reportage über den Alltag dort zu dokumentieren. Deshalb denke ich wird man den "Gästen" im Hospiz nicht gerecht durch diese vereinfachte Gegenüberstellung zweier Fotos zwischen Leben und Tod. Nehmen wir den Bildern den beigefügten Text, dann wird der Betrachter mit dieser Ausstellung nicht mehr viel anfangen können, es wäre eine reine plakative Portraitserie, die im seltensten Fall das erreichen würde, was vielleicht der eigentliche Sinn dieser Arbeit war und zwar die Ängste, das Leiden, die Einsamkeit und die Umstände des Sterbens auszudrücken."
Was bisher geschah