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Douglas Wolfsperger In den Monaten nach der erfolgreichen Premiere gab
es dann ein ewiges Gehakel um den Film, das darin endete, dass der Film
2001 unter dem Titel Heirate mir! nur in einigen südwestdeutschen
Kinos lief und das nach (!) der Fernsehpremiere bei Pro 7. Es ist bitter,
in einem Land leben zu müssen, in dem eine V. F. mehr Macht hat,
als ein Douglas
Wolfsperger. (Das Foto von ihm rechts stammt übrigens von Ingeborg
Motzko.) Mehr zum Film. bei den folgenden Links: Neue Projekte in Vorbereitung
Auch auf der Berlinale 2002 (allerdings nicht im Wettbewerb) war Douglas vertreten - mit seinem Film Bellaria - so lange wir leben. Worum geht's dabei? Dem Presseinfo entnehmen wir Folgendes: In einer kleinen Nebenstraße, hinter dem Wiener Volkstheater, gibt es ein kleines, unscheinbares Kino in dem die Zeit stehengeblieben zu sein scheint. Dort trifft sich regelmäßig eine Schar von Liebhabern alter UFA-Filme und erlebt gegen ein paar Schilling den Kinosessel als Zeitmaschine in die eigene Jugend. Die Dokumentation ist eine filmische Entdeckungsreise zu diesem Ort mit morbidem Charme und spürt den bunten Lebensgeschichten seiner mitunter skurrilen Stammbesucher nach. So enthüllt sich Stück für Stück die wahre Sehnsucht jener Menschen: das Rad der Zeit für ein paar Momente anzuhalten, die Erinnerung an eine verlorengegangene Jugend zu bewahren und Gevatter Tod so noch ein letztes Schnippchen zu schlagen - mit viel Herz und natürlich Wiener Schmäh. Und hier die Details: Bellaria - so lange wir leben, Kino-Dokumentarfilm, 100 Min, Deutschland/Österreich 2001, 35mm (FAZ), 1:1,85, Farbe & S/W mit: Karl Schönböck, Baroneß Lips von Lipstrill, die Tenbuß-Zwillinge, Ernst Weizmann u.a. Produzenten: Douglas Wolfsperger & Martin Dietrich, Köln / Dieter Pochlatko, epo-film, Wien Buch/Regie: Douglas Wolfsperger, Produktionsleitung: Martin Dietrich, Kamera: Helmut Wimmer, Ton: Josef Knauer, Cutter: Götz Schuberth, Musik: Hans-Jürgen Buchner/Haindling, Redaktion: Sabine Rollberg, Verleih: nn (Deutschland), Einhorn-Film (Österreich) Förderungen: Filmstiftung NRW, FFA, BKM, Wiener Filmförderungsfond (WFF), Österreichische Kunstsektion. Eine Douglas Wolfsperger Filmproduktion in Co-Produktion mit epo-Film, Wien und ARTE/WDR. Der Film wurde mit "Besonders wertvoll" bewertet. Mittlerweile hat der Film Preise ohne Ende abgeräumt Ernst Lubitsch Preis 2003 Bayerischer Filmpreis 2002 Prix Europa 2002 The Silver Plaque For Best Documentary, Chicago 2002 International Grand Prix For Documentary Monte Carlo 2002 Intermedia-Globe GOLD, WorldMediaFestival Hamburg 2003 Nominierung zum Deutschen Kamerapreis 2002 Nominierung zum Dokumentarfilmpreis des Bayerischen Rundfunks Prädikat "Besonders wertvoll" (österreichische Filmbewertungskommission). Erfreulich: Die MFG förderte eine Tournee durch 20 Städte in Baden-Württemberg. Auf den Filmfestspielen 2002 in Biberach war er auch zu sehen. Wäre ja mal schön gewesen, wenn ein Dokumentarfilm einen Hauptpreis bekommen hätte. Chance natürlich nicht so toll, da Samstag, 14.35 Uhr nicht die ideale Zeit war, um viele Publikumsstimmen abzusahnen. Immerhin gab es eine "Lobende Erwähnung". Im Weberberg.de-Interview erzählte Douglas von dreieinhalb Wochen Dreharbeiten, einem Jahr Bearbeitung, davon, dass die im Film Gezeigten glücklich waren, sich einmal selbst auf der Leinwand zu sehen ("Einer der schönsten Tage meines Lebens," sagte eine Dame.). Das Presseecho in Österreich war gut, die Zuschauerzahlen nicht so. In Hong Kong gab es auf einem Filmfestival sogar viel Szenenbeifall. Biberach war wichtig für die Entwicklung Wolfspergers zum Dokumentarfilmer. Die Publikumsreaktionen auf seine ersten, kurzen Dokus haben ihn sehr ermutigt. Und dafür ist er Adrian Kutter dankbar. Jetzt muss man natürlich noch einen großen Mann zitieren, der einmal gesagt hat: "Frage nicht, was Chicago für 'Bellaria' getan hat, sondern frage, was die MFG für die 'Blutritter' tun wird." (oder so ähnlich). Die tüchtigen Filmförderer könnten sich für dieses Projekt als sehr hilfreich erweisen. Und täten damit ein doppelt gutes Werk: Sie förderten nicht nur einen Filmemacher aus dem Ländle, sondern auch ein urschwäbisches Filmthema. Zielgenauer kann Förderung fürs Filmland Ba.-Wü. kaum sein. Weitere Fotos von Douglas auf unseren Bilderseiten vom Filmfest Biberach 2002 und vom Filmfest 2003. Arthaus Filmtipp Bellaria auf Douglas-Wolfsperger.de Noch mehr Kritiken usw. |