Bild: Die Spielerinnen des VC Wiesbaden in Aktion

 

Volleyball

10. Januar 2004

1:3-Niederlage gegen Tabellenführer VC Wiesbaden

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BIBERACH, 10. Januar 2003 - "Ich bin glücklich, dass wir gewonnen haben. Wir konnten unser Potential nicht wirklich ausspielen. Biberach hat stark gekämpft", gestand Luis Ferradas, Trainer des 1. VC Wiesbaden, nach dem 3:1-Erfolg seiner Mannschaft gegen die Volleyballdamen der TG Biberach. Mit dem, was sie in der Dollinger-Halle erwartete, hatten die Gäste sicher nicht gerechnet. Selbst die Stehplätze waren knapp geworden, nachdem sich die Zuschauer in Dreierreihen auf der Tribüne drängten und für die entsprechende Geräuschkulisse sorgten.

Grund zum Jubeln gab es bereits im ersten Satz. Da schienen nicht der erst einmal besiegte Tabellenführer und ein potentieller Abstiegskandidat auf dem Feld zu stehen, sondern zwei absolut gleichwertige Spitzenteams der Zweiten Liga. Dabei hatte Ferradas mit seiner Top-Sechs begonnen. Bis zum 17:15 führte Biberach ständig, ehe Wiesbaden aufkam. Vielleicht fiel bereits hier eine Vorentscheidung für das gesamte Spiel, denn jetzt schlichen sich zum ersten Mal Unentschlossenheiten und Eigenfehler ein, die von den Gästen gnadenlos bestraft wurden, und so ging der Satz schließlich doch noch 25:22 an den Spitzenreiter.

Durch das erneute Fehlen von Julia Sude waren die TG-Trainer Peter Baur und Gerd Kehm gezwungen, im zweiten Satz umzustellen. Vor allem in der Annahme, aber auch in der Feldabwehr zeigten sich jetzt Schwächen bei ihren Schützlingen, und so hatte Mittelblockerin Tina Weigel keine Mühe, Wiesbaden mit einer starken Aufschlagserie deutlich in Front zu bringen. Nach 20 Minuten war der Durchgang mit 25:16 entschieden.

Im sicheren Gefühl des Sieges schickte Ferradas nun auch Ersatzspielerinnen aufs Feld. Das rächte sich, denn die TG, die sich in einen wahren Spielrausch hineinsteigerte, benötigte ihrerseits nur 16 Minuten zum Satzgewinn. So konnte Peter Baur gegen Ende Zuspielerin Christine Weber und Mittelblockerin Steffi Kögel, die eine starke Leistung geboten hatte, gegen Sandra Sedlar und Anja Gensch auswechseln. Die verwandelte bei ihrem ersten Einsatz in der Zweiten Liga auch den Satzball zum 25:17. Kampfbetont war der vierte Durchgang. Wiesbaden ging von Beginn an in Führung, doch das TG-Team gab zu keiner Zeit auf, und so lieferten sich die Kontrahenten immer wieder faszinierende Ballwechsel. "Glaubt an euch!" beschwor Peter Baur die Seinen trotz des Rückstandes.

Hoffnung keimte, als Andrea Griesinger zum Aufschlag kam, die Biberacherinnen im Block erfolgreicher agierten und auf 10:12 und schließlich auf 16:18 herankamen. Starke Aufschläge der erst 15-jährigen Karla Borger brachten den Tabellenführer wieder mit 22:16 in Front. Selbst jetzt gaben sich die Biberacherinnen noch nicht verloren, machten drei Punkte in Folge, mussten sich aber letztlich doch dem mit Abstand stärksten Gegner, der je in der Dollinger-Halle angetreten war, 25:20 geschlagen geben. Vor allem gegen Wiesbadens überragende Außenangreiferin Anne Friedrich hatte man weder im Block, in dem Julia Sude vermisst wurde, noch in der Feldverteidigung ein Mittel gefunden.

"Gegen einen solchen Gegner mit seiner fantastischen Feldabwehr reicht unser Potential noch nicht aus", begründete Peter Baur die Niederlage. "In entscheidenden Momenten, machen die ihre Punkte und wir Fehler." Auch Gerd Kehm und Spielführerin Andrea Griesinger bedauerten, dass manchmal eben doch das letzte Quäntchen Entschlossenheit gefehlt habe, an diesem Abend sei mehr möglich gewesen.

TG Biberach: Anja Gensch, Andrea Griesinger, Heike Hildebrand. Steffi Kögel, Nicole Mayr, Sandra Sedlar, Manuela Stolz, Christine Weber, Natalie Welsch, Ela Wörz.

(Bericht: ChristophTürck)

 

Luis Ferradas, Trainer des 1. VC Wiesbaden

Entspannung nach dem Spiel

 

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