Bild: Die TG-Spielerinnennach dem Sieg

Bild: Die "Chili Peppers" vom USC Rothaus Schwarzwald vor der Niederlage

 

Volleyball

22. Februar 2004

3:1-Sieg gegen USC Rothaus Schwarzwald

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BIBERACH - 22. Februar 2004 Eindrucksvoller hätten sich die Volleyballdamen der TG Biberach in der Zweiten Bundesliga nicht zurückmelden können als an ihrem Heimspielwochenende. Das 3:0 gegen Hülzweiler gehörte eher zum Pflichtprogramm, doch was sich am Sonntagnachmittag gegen den USC Rothaus Schwarzwald abspielte, übertraf alle Erwartungen und ließ in der Dollinger-Halle alle Dämme brechen. Trotz Ferien und Fasnacht waren über 250 Zuschauer erschienen. Die kamen voll auf ihre Kosten und trugen stimmgewaltig das Ihre zu einem so nie erwarteten Sieg ihres Teams bei.

Nach einem flotten Start bescherten die nervösen Biberacherinnen im ersten Satz den Gästen wieder einmal die Punkte überwiegend selbst. Beim Stand von 20:12 für Freiburg schien sich ein Debakel abzuzeichnen. Doch mit kämpferischer Einstellung kam die TG zurück in Spiel und konnte mit 21:25 das Ergebnis noch erträglich gestalten.

Hätten sich die TG-Trainer Peter Baur und Gerd Kehm im ersten Durchgang am liebsten die Haare gerauft, so waren sie im nächsten Abschnitt während der Auszeiten, durch die Freiburgs Trainer Michail Lukaschek Schlimmes von seinen Schützlingen abwenden wollte, voll des Lobes für ihre Spielerinnen. Selten dürften die Gäste einen Satz so deftig verloren haben, wie beim 25:14 für die TG Biberach.

Im dritten Abschnitt hatte sich der USC wieder gefangen und führte bereits mit 9:5, ehe Zuspielerin Christine Weber zum Aufschlag kam. Sie brachte Biberach wieder in Front. Ausgeglichen ging es weiter, nachdem Christine Weber eine Verschnaufpause bekam und durch Nicole Wissler ersetzt wurde. Taktisch geschickt, wurde Weber für den Aufschlag wieder eingewechselt. Aus dem 18:18 wurde ein 21:18, dann ein 22:20. Jetzt brachte sich Freiburg durch eine Netzberührung und einen Schmetterball ins Aus selbst um alle Chancen.. Spielführerin Andrea Griesinger blieb es vorbehalten, den Satzball zum 25:20 verwandeln. Aus einer starken Biberacher Mannschaft ragten Heike Hildebrand und Julia Sude heraus.

Kampf und Dramatik pur und nichts für schwache Nerven wurde der vierte Satz. Meistens lagen die Gäste knapp in Führung. Immer dann wenn sich die TG mit bewundernswerter Moral herangekämpft hatte, so etwa beim 15:15, kam es zu einem Missverständnis oder der Ball ging ins Aus. Doch die TG-Sechs steckte zu keiner Zeit auf. Nach dem 21:21 gab es bei Biberach eine Netzberührung. Dann war Natalie Welsch im Angriff erfolgreich. Prompt landete der nächste Biberacher Schmetterball im Aus. Nicole Mayr sorgte für den 23:23-Gleichstand. Wieder wechselte Peter Baur Christine Weber für Nicole Wissler zum Aufschlagen ein. Der Ball kam mit der gewohnten Wucht, wurde nicht gut angenommen und zugespielt, und Freiburgs beste Angreiferin, Nicole Müller, nicht allzu groß, aber mit einer fantastischen Sprungkraft und einem gnadenlosen Schlag ausgestattet, drosch den Ball zum 24:23 für Biberach ins Netz. Gegen Christine Webers letzten Aufschlag zum 25:23 und damit zum 3:1-Erfolg war kein Kraut gewachsen. Was sich dann an auf dem Feld und der Tribüne abspielte, übertraf alles bisher in der Dollinger-Halle Erlebte.

"Wir haben uns auf diesen Gegner gut vorbereitet. Nach ängstlichem Beginn ist die Mannschaft spielerisch und kämpferisch immer stärker geworden und hat ihr Können ausgespielt", freute sich ein überglücklicher Peter Baur.

"Gegen eine so hervorragend verteidigende Mannschaft, darf man sich nicht einmal kleine Nachlässigkeiten erlauben", begründete Michail Lukaschek die Niederlage. "Auswärtsspiele am Sonntag waren außerdem noch nie unsere Sache." Irgendwie kommt einem das doch bekannt vor.

TG Biberach: Anja Gensch, Andrea Griesinger, Heike Hildebrand, Steffi Kögel, Nicole Mayr, Julia Sude, Manuela Stolz, Christine Weber, Natalie Welsch, Nicole Wissler.

(Bericht: ChristophTürck)

 

Nach dem Sieg: Heike Hildebrand

Guter Rat war teuer für die Freiburgerinnen

Zwei der reizenden Gegnerinnen.

Warten auf den Einsatz.

Guter Start aber trauriges Ende für den USC.

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