Bild: Spielerinnen des TSV Sonthofen
Das hat ganz schön gedauert, bis der Luftsprung von Carola Stöwe (Nr. 4) gerechtfertigt war.

 

Volleyball

17. Januar 2004

Unglückliche 2:3-Niederlage
der TG-Volleyballdamen

Weitere Informationen und Bilder in unserer Biberachkolumne

TSV Sonthofen Website

Volleyball auf Weberberg.de

 
Schade: Fußverletzung im vierten Satz für Nicole Mayr. Dabei war ein Sieg greifbar nahe.

BIBERACH/SONTHOFEN, 17. Januar 2003 -

"Ein starker Gegner", raunte es aus dem Publikum. Manchem der über 200 Zuschauer in der Halle beim Sonthofener Eislaufzentrum mag es zumute gewesen sein wie dem Reiter überm Bodensee. Nach 114 Minuten Dramatik pur hatte der TSV Allgäu Sternhotel, Vierter der Zweiten Volleyball Bundesliga Süd, die TG Biberach hauchdünn besiegt.

"Es tut uns leid für Biberach", sprach Sonthofens Trainer Christian Wilhelm nach dem Spiel ins Mikrofon. "Viel Glück und ein bisschen mehr Routine haben den Ausschlag gegeben." Wohl wahr, denn immerhin kann er auf Spielerinnen zurückgreifen, die Erfahrung aus der ersten Liga und der Juniorinnen-Nationalmannschaft aufweisen können. Fünf Sätze lang ließ das Team von Peter Baur und Gerd Kehm diese Routiniers mitunter gar nicht gut aussehen. Doch was nützen alle Komplimente und guten Wünsche für die weiteren Spiele, wenn man wieder einmal mit leeren Händen dasteht?

Lange lag die TG im ersten Satz vorn, bevor Sonthofen ausglich und schließlich 23:21 führte. Ein erfolgreicher Block bei Biberach ein misslungener Angriff der Gastgeberinnen, zwei direkt verwandelte Aufschläge von Christine Weber brachten das fast nicht mehr erwartete 25:23.

Nicht weniger nervenaufreibend verlief der zweite Durchgang. Obwohl der Biberacher Block mit Heike Hildebrand, Julia Sude und Natalie Welsch jetzt besser agierte, kamen Sonthofens Angreiferinnen auf den Außenpositionen immer wieder durch. Nach dem schon so oft ominösen 19. Punkt verlor das TG-Team tatsächlich wieder einmal eine deutliche Führung, geriet in Rückstand, holte auf, führte wieder 24:21, musste noch einmal zwei Punkte kassieren und wurde schließlich durch Andrea Griesingers erfolgreichen Angriff mit 25:23 erlöst.

Erinnerungen an das Spiel in Dresden wurden im dritten Abschnitt wach. Wieder stand man ganz kurz vor einem 3:0-Sieg und dieses Mal gegen einen wirklich schweren Gegner. Biberach hatte sich bis dahin als absolut gleichwertig und sogar nervenstärker als die Gastgeberinnen erwiesen. Die neue Variante mit Ela Wörz als Libera hatte sich bewährt. Man führte 22:20. Ganze drei Punkte fehlten. Doch das Pech scheint den TG-Spielerinnen an den Fingern zu kleben. Durch fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen ließ man sich aus dem Konzept bringen, prompt misslangen die nächsten Aktionen, und der Satz ging mit 25:23 an Sonthofen.

Umstritten: Die Schiedsrichter

Die Pechsträhne hielt an. Gleich zu Beginn des vierten Abschnitts fiel mit Nicole Mayr eine der Führungsspielerinnen mit einer Verletzung am Sprunggelenk aus. Bewundernswert, wie die Mannschaft auch das wegsteckte. Das 25:22 für die Allgäuerinnen konnte sie aber letztlich doch nicht verhindern.

Was Kampf bedeutet, bewiesen die Biberacherinnen im Tie-Break. 6:12 lagen sie bereits hinten. Auf 12:14 kämpften sie sich heran und mussten am Ende doch den 15. Punkt hinnehmen.

"Die größere Routine hat entschieden, dazu kam noch der Ausfall von Nicole. Wir haben es versäumt im dritten Satz endgültig zuzumachen", zog die niedergeschlagene Spielführerin Andrea Griesinger ihr Resümee. Ein völlig frustrierter Peter Baur, der sich an der Seitenlinie verausgabt hatte, ohne das Spiel retten zu können, zog es vor, keinen Kommentar abzugeben. "Gut gespielt, aber im entscheidenden Moment kommen immer noch unnötige Fehler", begründete Gerd Kehm die bittere Niederlage.

TG Biberach: Anja Gensch, Andrea Griesinger, Heike Hildebrand, Steffi Kögel, Nicole Mayer, Sandra Sedlar, Julia Sude, Christine Weber, Natalie Welsch, Nicole Wissler, Ela

(Bericht: ChristophTürck)

Und hier die Sache aus Sonthofer Sicht (mit Bildern)

Hochklassiges Spiel mit glücklichem Ende
Sonthofer Volleyball-Frauen besiegen
Biberach mit 3:2 Die Maske aufsetzen und auf Knopfdruck die Sau raus lassen, das liegt den Allgäuern weniger. Von der fünften Jahreszeit ist in der Region kaum etwas zu spüren. Karnevalstimmung herrschte aber am Samstag Abend in Sonthofen. Ausgelassen feierten die rund 300 Fans den 3:2 (23:25, 23:25, 25:23, 25:22, 15:12)-Erfolg der Zweitliga-Frauen gegen die TG Biberach. Bei der knapp zweistündigen, teilweise hochklassigen Vorstellung beider Teams glich die Sonthofer Halle einem Tollhaus. Der Tabellendrittletzte aus Biberach überraschte mit einer ganz starken Leistung. Vor allem in der Annahme "kratzten die Bälle raus, die eigentlich kaum zu kriegen sind", sagt Mannschaftsführerin Angela Mang. Deshalb war die 2:0-Führung der Gäste auch keine Überraschung. .Und als die TG Biberach im dritten Durchgang mit 23:22 führte, fehlten ihr nur noch zwei Punkte zur Sensation. Die verhinderte die zuvor eingewechselte Sandra Späth. Sie versenkte drei Angriffe in Folge im gegnerischen Feld. Das Spiel kippte und Sonthofen gewann am Ende glücklich mit 3:2. Späth ging mit dem Vorsatz aufs Feld, "Stimmung aufzubauen und die Mannschaft zu pushen". Jede im Sonthofer Team sollte noch einmal richtig Gas geben. Dass ihr die drei entscheidenden Punkte der Partie gelungen sind, betrachtet sie als "glückliche Fügung". Denn nach dem Anschluss zum 1:2 "hast du den Lauf und auch das Dusel, so ein Spiel noch zu gewinnen", sagt die 24 Jahre alte Medizin-Studentin. Gerade nach dem Satzausgleich gehe jede Mannschaft mit einem entsprechenden psychologischen Vorteil in den Tie-Break. Dass der Volleyball-Krimi im Entscheidungssatz dann doch noch ein Happy End für die Sonthoferinnen brachte, lag laut Späth auch an ... Mehr hier

Beim Aufwärmen

Freude nach dem ersten Satz

Mehr über Volleyball in Biberach

 

 

Es war ein ganz heißes Spiel. Kein Wunder, dass ein Thermometer in der Sonthofer Innenstadt - trotz Schnee rundum - 32 Grad anzeigte...

Die Location neben der Eissporthalle. Fast wären die Sonthofer ausgerutscht, so glatt haben die Biberacherinnen gespielt. Eine deutliche Leistungssteigerung bescheinigte ihnen auch der Sonthofer Trainer. Besonders schade, dass es mit dem Sieg für die Biberacherinnen dann doch nichts wurde, denn im Allgäuer Anzeigenblatt hatte Michael Mang eigentlich (wohl unabsichtlich) ein schönes Omen gesetzt. Zitat:
Frage an den Trainer: Herr Wilhelm, gegen Biberach ist die Mannschaft mal wieder klarer Favorit. Sind sie nicht langsam Leid, immer nur verlieren (sic!) zu können?

Christian Wilhelm: So undankbar finde ich diese Situation gar nicht. Ich fühle mich in der Favoritenrolle eigentlich ganz wohl. Man hat doch recht gute Chancen, dass das Spiel für einen ein gutes Ende hat. Das ist oft schwieriger gegen Mannschaften wie Grimma oder Wiesbaden zu spielen, wo man von Anfang an weiß, wie schwer es wird.

Silke Nörenberg scheint das Ergebnis des Spiels hier schon vorwegzunehmen: 5 Sätze mit zwei verlorenen für den TSV Sonthofen.

Man weiß nicht genau, was in den Flaschen drin war. Jedenfalls holten die Sonthofer nach zwei verlorenen Sätzen auf. ;-)

Er habe voll aus dem Bauch heraus entschieden, sagte TSV-Trainer Christian Wilhelm, der mit einer Auswechselorgie versuchte, die Biberacher zu verunsichern. Der Spitzname des 1,93-Meter-Mannes ist "Klui" (Kleiner), denn als er noch Volleyball spielte, war er in seiner Mannschaft oft der Kleinste. Das war ganz schön nervenaufreibend für den Mann. Nach dem Spiel warf er sich vor Freude auf den Boden. Broadwayreif dramatisch!

Banane zur Stärkung

Saiten zu Stärkung auf der Heimfahrt im Bus von Fromm Reisen.
(Eine schöne Tagesfahrt mit den Busreisen-Profis kann man übrigens hier gewinnen.)

Und natürlich auch dabei: Sandra Sedlar und Berg Bier

Volle Konzentration

 

 

 

Eine Woche vorher in BC gegen den VC Wiesbaden... Spielbericht

Spielerinnen, Fans und Helfer.

Friedel Müller