Bericht der Schwäbischen
von der Podiumsdiskussion. Hier
unsere Auswertung des Abends.
8.
März: Podiumsdiskussion. Thema: "Innenstädte
in Not - auch in Biberach?". Diesmal veranstaltet von
den Freien Wählern. Dienstag, 18. März, 19.30
Uhr in der Stadthalle. Mit OB Fettback, Voss (Stadtmarketing),
Warth (Werbegemeinschaft), Hirschburger (Europa-Institut Libertas)
und Raabe (IHK Ulm). Mehr
hier.
Aus dem Gemeinderat:
Keine Chance hatte die FDP am 17. März mit ihren Anträgen,
erneut über die Finanzierung der Altstadtsanierung zu beraten,
ein Wort cas Szenario zu entwickeln und zu beschließen,
wo notfalls gestrichen wird, falls die Fördergelder, auf
die man hofft, nicht im erwarteten Umfange fließen. Der
Rest der Welt stimmte gegen sie. Liest man die Unterlagen zur
Sitzung, wird einem in der Tat mulmig, denn es ist von vielen
finanziellen Unwägbarkeiten die Rede. Alle Fraktionen waren
sich aber einig, dass für private Haussanierer auf jeden
Fall Gelder zur Verfügung gestellt werden sollen.
Aktuell:
Unter der Überschrift
"Goldener Schnitt für den Investor?" schreibt die
Schwäbische am 14. März, dass das Parkhaus Ost am
Zeppelinring gebaut werde, ist sei gut wie sicher. Bei dem dort
auch geplanten Dienstleistungszentrum sehe es dagegen anders
aus. Nicht näher bezeichnete Quellen des Gemeindrates lassen
offenbar wissen, die Investoren "PI Scherr & Klimke Invest"
aus Ulm hätten keine vertragliche Verpflichtung, das Dienstleistungszentrum
in vollem Umfang zu bauen, also auch mit Arztpraxen. Die Investoren
machten durch den niedrigen Grundstückspreis schon ihren Schnitt,
wenn nur das neue Vermessungsamt gebaut würde. (Klingt alles
irgendwie nach Christoph Funk, oder?) Weiter: Der unbebaute
Rest des Grundstücks fiele dann an die Stadt zurück, die Mieteinnahmen
durch das Vermessungsamt wären gesichert und das vor dem Hintergrund
des vom Landkreis beim Krankenhaus geplanten Ärztezentrums.
Baubürgermeister Julius "Ogi" Ogertschnig leugnet
diese Vertragsregelung laut SZ nicht, widerspricht aber dennoch:
Die vom Land fürs Vermessungsamt garantierten Mietzahlungen
seien nicht hoch genug. Außerdem müssten die Investoren am Zeppelinring
schon beim ersten Bauabschnitt Vorkehrungen für den zweiten
treffen. Beide Ärztehäuser seien mit zehn bis zwölf Praxen gleich
groß und hätten höchstens zwei Ärzte gleicher Fachrichtungen.
Der Vorteil für den Landkreis sei nur, dass er möglicherweise
schon im Herbst, also ein halbes Jahr früher, mit dem Bau beginnen
könne, dafür sei dieses Haus nicht in der Innenstadt. Hmmmm.
Nächste Gemei deratssitzung am Montag, 17. März. Beginn
16 Uhr. Unüblich: Die Bürgerfragestunde bereits gegen
16.30 Uhr. Tagesordnung.
Rechte Fahrspur am Zeppelinring
gesperrt Biberach, 11. März 2003. Am Zeppelinring werden
die Gebäude 1 bis 9 abgerissen. Deshalb muss die rechte Fahrspur
zwischen Neherstraße und Ulmer-Tor-Straße gesperrt werden. Aufgrund
des hohen Verkehrsaufkommens wird es zu größeren Rückstauungen
am Zeppelinring kommen. Die Verkehrsteilnehmer sollten diesen
Bereich über die Rollinstraße-Königsbergallee umfahren. Der
Abriss der Häuser wird zirka fünf Wochen dauern.
Gemeinderat Christoph Funk
rief uns an und informierte uns über die Gemeinderatssitzung
am 17. März. Da soll es ein Papier und eine Debatte geben,
die die Bedenken Funks voll bestätigen würden: Geld
für die Großprojekte, wenig für den Rest der
Altstadt und ungesicherte Finanzierung. Auch bei der CDU würden
die ersten Zweifel laut. Könnte spannend werden. Wir haben
die Unterlagen mal angefordert. Die GR-Sitzung beginnt um 16
Uhr. Unüblich: Die Bürgerfragestunde bereits gegen
16.30 Uhr.
Ein OBI-Baumarkt nach Aspach
Die "Schwäbische" meldet (am 27.2.03) Das Fachmarktzentrum
im Gewerbegebiet As-pach soll noch dieses Jahr gebaut werden.
Das wünscht sich zumindest Oberbürgermeister Thomas Fettback,
nachdem die Investoren jetzt feststehen, darunter "OBI", "Lidl"
und die "Mega-Company". Maßgeblichen Anteil an der Realisierung
des Projekts habe Baubürgermeister Julius Ogertschnig, betont
OB Fettback. Die Investoren stünden heutzutage nicht mehr auf
der Straße und vor diesem Hintergrund seien auch die Sorgen
der Werbegemeinschaft zu sehen. Nach Abwägung auch der Schwierigkeiten
des Einzelhandels sei das Fachmarktzentrum eine "tolle Sache"
für die Stadt, betonte Fettback. Der Vorsitzende der Werbegemeinschaft,
Gustav Eisinger, hatte Befürchtungen geäußert, dass das Fachmarktzentrum
wegen des geplanten Lebensmittelmarktes und der großen Fläche
negativen Einfluss auf die Biberacher Innenstadt haben könnte.Im
Fachmarktzentrum Aspach sollen entstehen: ein "Lidl"-Lebensmittelladen
mit Getränkemarkt mit rund 1700 Quadratmetern Fläche, ein "Obi"-Bau-
und Gartenmarkt mit rund 24 000 Quadratmetern und die "Mega-Company"
zieht vom alten Standort an der Sandgrabenstraße um auf rund
9000 Quadratmeter Fläche im neuen Zentrum. Ohne "Frequenzbringer"
laufe so etwas eben nicht, meinte der OB.
Anmerkung von Weberberg.de: OBI gehört zur Tengelmanngruppe.
Baumärkte sind beliebt, allerdings nicht in jedem Falle
billiger. Es ist also im Einzelfall zu prüfen, ob man das,
was man sucht, nicht bei Gutermann am Marktplatz billiger bekommt.