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Schützenfestlied
Der Text des Liedes, das zu beherrschen wichtiger ist als die Nationalhymne,
stammt von Christoph Christian Sturm (1740 - 1786), die Melodie von Justinus
Heinrich Knecht. Hier
mehr zu Knecht.
Das Schützenfestlied muss man in Melodie und Text sicher
beherrschen, sonst wird das hier nix mit der richtigen Einbürgerung.
Rund um mich her ist alles Freude
Rund um mich her ist alles Freude!
Verschönt ist, Schöpfer, Deine Welt.
Es prangt in seinem Feierkleide,
Gebirg und Tal und Wald und Feld.
Wie heilig wird mir jede Stätte!
Wohin ich seh, wohin ich trete,
erblick ich Dich, o Schöpfer, Dich;
wohin ich seh auf allen Fluren,
in allen Deinen Kreaturen
erblick ich, aller Vater, Dich.
Das Murmeln in belaubten Bäumen
ruft: Freudig müsst Ihr Gott erhöhn!
Die Zeit in Schwermut zu verträumen,
ist Gottes Welt zu voll, zu schön.
Mir sagt, beglänzt vom Morgentaue,
die Flur, der Garten und die Aue:
Wie segnet unser Gott so gern!
Mir sagt das Rauschen seiner Fluten:
Gott ist der Urquell alles Guten!
Der Bach sagt lispelnd: Lobt den Herrn!
Weit um mich her ist alles Freude,
o freu auch, meine Seele, dich
in Gottes schönem Weltgebäude!
Wie reichlich segnet er auch mich!
Lasst dessen Lob umher erschallen,
der dir so wohl tut, allen, allen,
so wohl tut, der so gütig ist!
Stimmt ein in der Geschöpfe Chöre:
Dir Gott sei Preis, Dir Dank und Ehre,
der Du der Ewiggute bist!
Und
hier die Melodie

Eigentlich müsste das Schützalied so beginnen:"Rund
um mich her sind alles Männer". So wenig Quote war nie.
Eine Schützenliedvariation lautet so:
Von auswärts kommen viele Leute.
Es reibt sich die Hände die Gastronomie.
Das Fest fiel dem Kommerz zur Beute;
so schön wie es früher war, wird's nimmer- nie.
Es drängt sich dicht an allen Stätten,
vergeblich sucht man nach den netten,
den Freunden, die man hier früher noch traf.
Bierpeise steigen zum Abwinken.
'S tut mir granade'mäßig stinken.
Ach, Schütza, du ziehst mich mit in dein Grab!
Eine andere so:
Rund um mich her sind alles Scherben,
der Weg zum Container ist einfach zu weit.
Ein Ex! kann ohne Hopp! nicht leben.
Mein Rucksack ist schwer, ich bin doppelt so breit.
Warsteiner, Beck's, sie alle dröhnen.
Was soll's, wenn die Anlieger stöhnen?
"Koi" Krach auf d'r Gass'" - wie ich das hass.
An allen Wänden, Hauseingängen
(nicht einfach in der nächt'gen Enge)
seh' ich die Folgen, sag' lieber nicht was.
Dieses Bierzeitungsniveau ist uns allerdings zu niedrig,
weswegen wir den Rest des Liedes - sicher auch in Ihrem Sinne - gerne
fortlassen. Der Polizeibeamte und eifrige Kolumnist Peter
Rieger steuerte im Mai 2003 folgende kritische Neufassung des Liedes
zu dieser Seite bei:
Biberacher Schützenleid
Rund um mich her war alles Freude,
als es noch schön war, unser Fest.
Nie dacht` ich, dass es mir verleide,
dass es mich fast gleichgültig lässt.
Einst war mir heilig jede Stätte,
nun pass` ich auf, wohin ich trete.
Es könnte gar unsäglich sein;
Wohin ich seh` auf allen Straßen,
sind Lachen aus entleerten Blasen.
Es liegen nur Besoffne rum.
Das Murmeln in belaubten Bäumen,
das ist des Nachts nicht mehr zu hörn.
Es bleibt auch keine Zeit zum Träumen,
weil viel Krakeel die Ruh` tut störn.
Es kommt viel Mob in Schützenbussen,
ist später zu wie tausend Russen.
Wie kotzt sich’s in der Stadt so gut!
Mir sagt das Würgen aus dem Busche,
nach Schützen braucht der Strauch ne Dusche.
Der Bach klagt gurgelnd und spült`s weg.
Weit um mich her ist wieder Freude,
wenn manches Volk zuhause bleibt.
In unserm schönen Stadtgebäude,
schon viel zu viel sein Spielchen treibt.
Geschäftemacher gleich Raubkatzen,
belauern unseren Schützenbatzen.
Wie spannt die Börse nach dem Fest -
den Reingeschmeckten und Honoratioren,
denen läuft das Freibier aus den Ohren
Wir alten Biber kümmern nicht.
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können - hier ein kleiner Tipp: Einfach bei Google den Suchbefehl
Ich reichlich voll Urquell. Das tut wohl. Die Welt stimmt. eingeben,
dann steht das Schützenlied an
erster Stelle.
Zum Schluss noch eine Übetragung der ersten Strophe
ins Englische, verfasst von Weberberg.de.
It’s joy that fills the world
around me.
Sheer beauty crowns our creator’s world.
Dressed for a celebrative Sunday
Lie mountain, valley, wood, and field.
As sacred we feel all the places
Wheree’er we step and turn our faces,
And see, our creator, always you.
In all of nature’s many features,
In all of your hand’s many creatures
We see, oh Father, always you.
Das war allerdings müßig, denn
es gibt den Text bereits in einer englischen Version von Helen R. Moser:
1. Around me now is joy unbounded!
How fair, Creator, is Thy world.
Resplendent in their festive robes
are mountain, valley, wood and field.
And every place to me seems holy!
No matter where my footsteps lead
Creator, Thou art visible;
in every sight that I behold,
in every single living thing
I see Thee, Father of us all.
2. The murmuring of the leafy trees
exhorts us: Praise the Lord with joy!
God's world is far too full, too fair
to waste our time in melancholy.
And sparkling in the morning dew
the meadows, fields and gardens say:
God's blessings are most bounteous!
The rushing of the waters says:
God is the source of all things good!
The whispering brook says: Praise the Lord!
3. And all around is joy unbounded!
Be joyous also, 0 my soul,
In this, God's glorious universe!
How richly I am also blessed!
Let now His praise resound abroad
whose loving-kindness graciously
is shed on every one of us.
Join in the choir of all creation:
To God be praise, and thanks, and honour,
to Thee, the ever-bountiful!.
Juli 2007
ABC-Home
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