OB-Wahlkampf

So las sich dieser Eintrag einst:....          ...aber die Dinge ändern sich!

Biberach, 24. November 2001: Böse Zungen behaupten, dass die CDU Biberach folgende Strategie verfolge: Sich so lange nicht zum Thema OB-Wahl zu äußern, bis alles eingeschlafen ist, um dann bei niedriger Wahlbeteiligung doch noch irgendwie den Chefsessel besetzen zu können. Wir glauben nicht, dass eine so undemokratische Denke auch nur im Entferntesten in den Häuptern der örtlichen Strategen der Partei herumspukt. Immerhin einer Partei so großer Demokraten wie Konrad Adenauer, Prof. Dr. Hans Karl Filbinger oder Rainer Barzel und Dr. Helmut Kohl.

Wir sind vielmehr sicher, dass die Christdemokraten möglichst viele Bürger in diesen wichtigsten Akt der Mitbestimmung in einer Demokratie mit einbeziehen wollen und werden - möglichst mit ihnen gemeinsam - nach Kräften dazu beitragen, dass dies einer der spannendsten Wahlkämpfe wird, die Biberach je erlebt hat. Mit allen Möglichkeiten, die die Neuen Medien bieten. Denn: So etwas ist weicher Standortfaktor bis zum Anschlag. Sollte aber tatsächlich etwas dran sein, an dieser ungeheuerlichen Behauptung, wünschen wir der CDU schon jetzt viel Erfolg.

CDU-LeserInnen dieses Eintrages bitten wir, uns die Verwendung der Anführungszeichen in dem folgenden Satz des Stadtverbandsvorsitzenden Tom Abele zu erläutern: vor Ihnen "liegt" der Internetauftritt des CDU-Stadtverbandes Biberach.

Die Biberacher CDU, so ihr Vorsitzender Tom Abele in einer E-Mail im Juli an uns, wird jedenfalls OB Fettback nicht unterstützen und wohl auch keinen lokalen Konkurrenten aufstellen, was mal wieder Pech für BM Martin Loth ist. Grund: Es gibt laut Tom Abele "viele Beispiele, dass die Bürger/innen eher einen Kandidaten/Kandidatin von aussen präferieren, welche/r keinen "Stallgeruch" hat.

Alexander Baumann, Albstraße 135,  89584 EhingenIn der 47. Kalenderwoche war es dann so weit: In unserem Briefkasten lag ein Kuvert mit Text und Photo (allerdings nicht das rechts, das ist von der Website der Ehinger CDU): Alexander Baumann heißt der CDU-Kandidat. Der Mann ist Ehinger Finanzbürgermeister. und hat als Wieland-Gymnasiums-Abiturient natürlich jede Menge Stallgeruch. Er möchte gerne Oberbürgermeister in Biberach werden ("Ich freue mich auf Biberach."). Warum er meint, den Job besser ausfüllen zu können als Thomas Fettback, verrät seine Pressemeldung nicht. Mal sehen, ob sich das in einem Interview klären lässt. Die Südwest Presse schreibt über den Kandidaten: Der CDU-Kreisrat, der vor fünf Jahren als Parteiloser in Ehingen angetreten war, tritt gegen den SPD-Amtsinhaber Thomas Fettback an. Die Wahl soll am 3. Februar 2002 stattfinden. Fettback, der vor sieben Jahren überraschend Oberbürgermeister des als ¸¸tiefschwarz'' geltende Biberachs geworden ist, bewirbt sich um seine zweite Amtsperiode. Das Amt des Oberbürgermeisters sieht Baumann als überparteilich an: Der Dialog und die Verständigung stünden an oberster Stelle. Eine eigene Website hat der Mann inzwischen auch, und die ist technisch durchaus ansehnlicher als die des Amtsinhabers. Allerdings fehlt´s noch ein wenig an Inhalten. Baumann versichert aber, dass sich das in Kürze ändern wird.** Hilfsweise mal ein Blick in die aktuelle Presse. Steht der Mann drin? Auf der Webseite der Stadt Ehingen wurde er bislang nicht erwähnt, was sich zwischenzeitlich jedoch geändert hat. (Beim Amtsinhaber war das in seiner Gemeinde anders.) Wir bleiben dran.

22. Dezember 2001

** Am 22. Dezember lieferte Baumann dann per Postwurfsendung mehr Suppe, wenn auch nicht mehr Fleisch: Ein zweiseitiges Schreiben, in dem er sich vorstellt. Was genau anders werden soll in BC ist aber auch diesem Text nicht zu entnehmen. Er ist so unverbindlich gehalten, dass wohl auch Thomas Fettback ihn unterschreiben könnte. Die FDP unterstützt den Mann inzwischen. Ihre Begründung ist erste Sahne.

P.S am 3. Dezember: Die Homepage der CDU-BC wartet mit zwei Links zu Suchmaschinen auf. Einer davon funktioniert. Die Logos sind allerdings bei beiden nicht zu sehen. Und was Links zu Biberacher Informationen und Webseiten angeht - da ist noch weniger Erfreuliches zu melden. Bei den Sozen ist die Sammlung allerdings auch nicht sonderlich einfallsreich. Die Stadt kupfert immerhin die Linksammlung des Medienzentrums ab. ( Bei der FDP ist an regionalen/lokalen Links auch nicht viel zu finden.)

Und wie wird man OB? Hier ein paar Rechtsinformationen.

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