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OB Thomas Fettback
Auch
ein Ex-Neubürger, inzwischen aber so gut wie eingemeindet.
Dass Biberachs SPD-OB im Vergleich zu seinem Vorgänger, der CDU-Silberzunge
Claus-Wilhelm Hoffmann, kein begnadeter Redner ist, weiß man und
man lebt damit. Aber er hat inzwischen Rhetorikseminare besucht, viel
dazu gelernt und stolpert nicht mehr über die Fallstricke, die die
Biberacher Kultur so gerne dem Neigschmeckten stellt. (Mit der Rechtschreibung
haprt's manchmal auch. Eine der Reden,
die auf seiner Website zu lesen sind, enthält Schnitzer wie Brait-Mali-Museum,
Viedeogräten und Tranzportkosten.) Thomas Fettback kann,
wenn es sein muss, erfrischend unstaatsmännisch sein und ist leicht
ansprechbar. Wer mehr über ihn wissen will, dem steht jederzeit der
(inoffizielle) Thomas-Fettback-Suchroboter
zur Verfügung. Seine Frau heißt Cristina und die beiden Söhne
Lucas und Daniel. Sein eigener Nachname erregt auch im WWW Aufmerksamkeit.
Im Wiederwahlkampf machte Thomas
Fettback eine so gute Figur, dass er fast
73% der Stimmen bekam. Chapeau! Natürlich gibt es Biberacher,
die der Meinung sind, er habe nur dank der masiven Unterstützung
durch die Schwäbische Zeitung mit ihrem damaligen Chefredakteur
Gunter Dahinten dieses Superergebnis
eingefahren. Wohl nicht nur der OB selbst sieht das naturgemäß
anders und berichtet davon, dass er "leider" kürzlich bei
einer heimischen Aufräumaktion eine ganze Schublade voll - ihn unterstützenden
- Leserbriefen entsorgt habe, die während seines ersten Wahlkampfes
in der Schwäbischen nicht erschnienen seien.
Eigentlich wollte Weberberg.de sehr aktiv in den Wahlkampf
eingreifen. Da die Redaktion sich aber kurz vor der heißen Phase
des Wahlkampfes ein Bein brach, wurde daraus so gut wie nichts. Immerhin
konnte unsere Website ein wenig dazu beitragen, etwas mehr Spannung in
den Wahlkampf zu bringen. Aus einem bereits vereinbarten Interview mit
Herausforderer Alexander Baumann wurde leider nichts mehr. Unser Interview
mit dem alten und neuen OB haben wir für Sie aufgehoben. Die heftige
Unterstützung in der Bevölkerung wandelte OB Thomas Fettback
zum OB "Thomas Mut" (Schwäbische). Er möchte
nun die Aufgaben des Ersten Bürgermeisters, des ungeliebten Martin
Loth, mit übernehmen. Der scheidet zum 31. Juli 2002 aus dem
Dienst aus.
Wie poetisch der Wahlkampf war, belegt dieser Eintrag
im Gästebuch von Thomas Fettback:
Die Sensation moderner Zeiten,
sind OBs neue Homepage-Seiten.
Mit Text, mit Bild und mit Kalender,
Ist diese Page kein Zeitverschwender!
Wir wünschen hier, als Ihre Gäste,
Viel Erfolg und nur das Beste!!!
Im Namen der Wild-Redaktion Christian
Kaspar.
Was
für einer Stadt der OB vorsteht, sehen Sie, wenn Sie - nur mal so
- die folgenden Begriffskombinationen i n
eine Suchmaschine eingeben:
Biberach
Scheisse
Biberach
tödlich
Biberach
ätzend
Biberach
Frust:
Biberach
Paradies
Und? Was gibt wohl die meisten Hits?
Für Nostalgiker: Ein Wahlkampfrückblick
28. März 2002
ABC-Home
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