| Braith-Mali-Museum | |||
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Ist in den letzten Jahren immer besser, schöner und moderner geworden, sollte man also unbedingt mal besuchen. Mehrfach. In Abständen. Und besonders zu Ausstellungsneueröffnungen. Oder, wie einst, zur Triennale. Geleitet wird der Kunst-, Wissenschafts- und Geschichtsladen mit seinen kompetenten und unarroganten (ehrlich!) Leuten von dem Historiker Frank Brunecker. Wer gesehen hat, was sich dort, wo jetzt der Marktplatz ist, einst an Haien oder Mammuts getummelt hat, weiß einfach mehr. Besonderer Leckerbissen: Die Braith-Mali-Ateliers und die Galerie der Moderne. Und falls Sie mehr wissen möchten: Wir haben die derzeit informativsten Webseiten zu Romane Holderried Kaesdorf im ganzen WWW. The facts: Mehrspartenmuseum: Naturkunde mit lebensnah gestalteten Biotopen (s. unten Beitrag zur Sammlung Forschner) Archäologie der Besiedlung Oberschwabens, sakrale Atmosphäre in der Gotik, Kunst des 17. bis 19. Jhd. Stadtgeschichte. Museumstraße 6 88400 Biberach a.d. Riß Öffnungszeiten: 10:00 bis 13:00 und 14:00 bis 17:00 Uhr, Sa/So durchgehend 11:00 bis 17:00 Uhr, Mo .geschlossen. |
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Linksammlung: Das Archiv der Brannenburger Künstlerkolonie: Mehr über Braith und Mali Museumsführer Baden-Württemberg: Das Braith-Mali-Museum Siehe auch unsere Einträge Romane Holderried Kaesdorf, Kunst, Kunst des 20. Jahrhunderts, Christian Mali, Jakob Bräckle und Gunther Dahinten.
Biberach, 3. Mai 2003 |
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Forschner-Sammlung ins Denkmalbuch
Wickert unterstrich den herausragenden regionalen und überregionalen Wert der Sammlung, die zu den "größten und bedeutendsten archäologischen Privatsammlungen Süddeutschlands" zählt (Oberbürgermeister Thomas Fettback). Die Sammlung umfasst rund 15 000 Fundgegenstände von mehr als 300 Fundplätzen. Sie haben die Grundlage für die Erforschung der Ur- und Frühgeschichte Oberschwabens gelegt. Die weit überwiegende Zahl der vor- und frühgeschichtlichen Funde stammt aus Oberschwaben und dem Donautal. Größere Konvolute hat Forschner während des Ersten Weltkriegs in Belgien und Frankreich ergraben. Andere archäologische Objekte aus Europa und dem Vorderen Orient sowie klassische Antiken aus Griechenland und Italien wurden von ihm käuflich oder durch Tausch erworben. Seit 1905 unternahm Forschner Grabungen in der Umgebung Biberachs, im Federseegebiet, in den Mooren und Rieden Oberschwabens, am Bodensee, am Limes oder auf der Alb. Seine Begeisterung war ein Glücksfall für die Erforschung der Ur- und Frühgeschichte Oberschwabens. Die Fülle seiner Entdeckungen war grundlegend für die denkmalpflegerische Erfassung der Fundlandschaft. Von seinen Entdeckungen zehrt die Wissenschaft bis heute. Seine bekannteste Grabungsstelle ist die nach ihm benannte früh- bis mittelbronzezeitliche "Siedlung Forschner" am Federsee. Im Rahmen des Schwerpunktprogramms der Deutschen Forschungsgemeinschaft "Siedlungsarchäologische Untersuchungen im Alpenvorland" führten das Landesdenkmalamt und das Württembergische Landesmuseum hier seit 1983 umfangreiche Flächengrabungen durch. Ebenso in Ödenahlen stand Forschners Entdeckung einer jungsteinzeitlichen Station am Anfang der neuen Untersuchungen des Landesdenkmalamtes in den Moorsiedlungen des nördlichen Federseeriedes. Auch am Schreckensee, im Musbacher Ried und am Steeger See bewegt sich die aktuelle Denkmalpflege in den Spuren des Forschungspioniers. Besonders hervorzuheben ist, dass Forschner seine Funde in genauen Aufzeichnungen beschrieben und ihren Herkunftsorten zugewiesen hat. Darin unterscheidet sich die Sammlung von vielen anderen archäologischen Privatsammlungen, und hier liegt auch ihr eigentlicher wissenschaftlicher Wert. Bereits 1920 war die "Sammlung Forschner" in das Denkmalverzeichnis des damaligen Württembergischen Landesamts für Denkmalpflege aufgenommen worden. Mit ihrer Übertragung in das Denkmalbuch auf der Basis des Baden-Württembergischen Denkmalschutzgesetzes und auf Antrag des Landesdenkmalamtes (vom Juni 2000) trägt das Land der außerordentlichen wissenschaftlichen Bedeutung der Sammlung Rechnung. Ursprünglich war die Sammlung in der Zahnarztpraxis am Biberacher Marktplatz aufgestellt. Heute bildet sie zusammen mit der städtischen archäologischen Sammlung im Braith-Mali-Museum eine eigene Abteilung. Nach dem Tod Forschners 1959 fanden die Fundkästen und -kisten 1965 als Leihgabe den Weg ins Biberacher Museum. Ab 1967 konnte hier zunächst ein kleiner Teil ausgestellt werden. Der Rest verblieb unbearbeitet im Magazin. Den Weg ebnete am 24. November 1988 der Abschluss eines Dauerleihvertrages zwischen der Erbengemeinschaft Forschner und der Stadt Biberach. 1990 bis 1999 folgte die wissenschaftliche Bearbeitung. Alle Funde wurden in ein neues archäologisches Magazin im Museum eingegliedert, gereinigt, beschriftet und inventarisiert. Das sichtbare Resultat dieser Grundlagenarbeit ist die 1997 eröffnete archäologische Dauerausstellung im Braith-Mali-Museum mit über 2 000 Exponaten. Zusätzlich erschien 1999 in der Schriftenreihe des Landesdenkmalamts der von dem Archäologen Andreas Gut verfasste Katalog der "Sammlung Forschner". |
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