Weberberg.de-Leser Werner KrugKrug, Werner

SPD-Stadtrat, der es zu einer gewissen Bekanntheit in Biberach gebracht hat. Hauptsächlich gelang ihm das dadurch, dass er der CDU-Frau Barbara Leuchten bei ihrer Kunstmission mit einer Spende unter die Arme griff, so dass sich jetzt alle Biberacherinnen an dem Esel auf dem Marktplatz freuen können.

Krug warf auch einmal das Wort "Salonblödsinn" in die Biberacher Politdebatte; er bedachte damit die Äußerungen der CDU über OB Fettbacks Amtsführung. Was damit gemeint ist, wissen wir auch nicht so genau. Und eine Definition, die wir auf einer österreichischen Webseite fanden, half uns auch nicht viel weiter:

Ein im Verhältnis zu gesellschaftlicher Stellung, gewählter Kleidung, verwendetes Fahrzeug und den geistigen Ansprüchen zu niedriges Intelligenzniveau. Fällt auf durch wortgewandte, eingelernte Unterhaltungen, in denen jedoch Kritik und Urteilsschwäche nur mangelhaft verborgen werden.

Da war ein erziehungswissenschaftlicher Text auf einer Webseite der Uni Hamburg schon aufschlussreicher:


Die leichteren Stufen dieser und ähnlicher Störungen bezeichnet man seit von Gudden als höheren Blödsinn, nach Hoche als "Salonblödsinn". Es betrifft das Leute, die meist ganz gut, unter Umständen sogar vorzüglich den Lehrstoff der Schule aufnehmen und in gewissen Kombinationen auch wieder abgeben können. Sie haben alle ein gutes, wenn auch nicht sehr genaues Gedächtnis und eine gute sprachliche Begabung und täuschen damit manche Lehrer; ja sie können durch die Matura und gelegentlich einmal durch ein höheres Examen kommen. Vor allem haben sie eine große Fähigkeit, sich rasch den Umständen anzupassen - aber nur äußerlich. Sie sind in gewisser Beziehung instinktive Psychologen und können deswegen die Leute ausgezeichnet "nehmen". Unter ihnen befinden sich manche erfolgreichen Schwindler. Sieht man aber ihre mündlichen und gedruckten Geistesprodukte genauer an, so findet man Wiederholungen von Ideen anderer in neuer Anordnung und konfuse Weiterbildungen derselben.

Als Servicekraft findet W. Krug hier nur begrenzt Anklang.

Ein junger Mann hatte es in einer andern Fakultät bis zum Privatdozenten gebracht; als er amtlich mit einem Mädchen zu tun bekam, das außerehelich geschwängert worden war, konnte er nicht begreifen, wie das möglich sei; eine Nabelschnur hielt er für eine fötale Bauchflosse. - Ein anderer hielt politische Reden, war aber unter anderem steif und fest der Meinung, das alleinige Ziel des Zentrums sei, "das Volk zu verdummen". Ein dritter war Naturheiler, schrieb eine Unmasse Broschüren, hatte ein enormes Einkommen und erhielt so viele Anhänger, daß sie mehrere Sektionen eines Vereins zur Verbreitung seiner Wahrheiten bildeten, der jahrelang bestand. Dieser Patient schrieb u. a.: "Durchsichtigkeit mit Hilfe von Selbst und Welterkenntnis ist nur so weit zu erzeugen, als man den Menschen in einen liebeglühenden Zustand versetzt". Er verlangte, daß der Mensch durchsichtig werde, so daß man seine Krankheiten sehen könne. In der Glut werden Körper, wenn auch nicht durchsichtig, so doch durchscheinend, also auch in Liebesglut. Das ist die Unklarheit der Begriffe und der Logik solcher Leute. (Wenn Sie's im Zusammenhang lesen wollen...)

Unlängst betätigte sich Werner Krug als Prophet. Auf die Frage, wie der neue Bürgermeister, der EBM Martin Loth nachfolgen wird, heißen wird, sagte er: "Vorname CDU":

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Die Biberacher Folk-Rock- Gruppe MundArt, bei der Krug mitmischt, hat bereits ihre dritte CD. "Wie immer erzählen die Lieder von "MundArt" Geschichten aus dem richtigen Leben, mal leise mal laut, mal heiter, mal traurig, mal rockig oder sanft. Schöne Melodien, liebevolle Arrangements uns aussagekräftige Balladen. Zum ersten Mal stammen Musik und Text der gesamten CD aus der Feder von Werner Krug, das Arrangement lieferte die gesamte Band. Damit macht die Gruppe auch den Schritt zur eigenen, originären Darstellung." (Das haben wir nicht geschrieben!)

 

 

5. Juni 2002


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