Knopf & Knopf

Also, wir müssen gestehen, wir waren erst einmal in Warthausens Knopfmuseum. Es ist schon erstaunlich, was man zu diesem Thema alles zusammentragen kann. Von der Jungsteinzeit, über Knopfkunst bis zu Jürgen W. Möllemann ist quasi alles abgedeckt, was man nie für möglich gehalten hätte. Lohnt sich also, mal vorbeizuschauen.

 

Originell auch: die Toiletten im zum Museum gehörigen Restaurant mit Eisenbahnmotiven und Orient-Express Flair. Das reißt aber den Rest der dortigen Spachtelerfahrung offenbar auch nicht raus. (Mehr hier.) Dafür kann man immerhin ein Guinness-Buch Rekordstück besichtigen: Die Theke wird geziert von einer über drei Meter hohen Nähmaschine!

Mit der Aufforderung "Bummeln Sie durch's Museums - Gässle" verdient sich das Restaurant einen Eintrag in unserer Hassliste von Häusern, die nicht wissen, wie man den Apostrophen richtig gebraucht.

lrgendwann einmal hat man in Warthausen einen 9 t schweren Knopf aus Beton mit einem Durchmesser von 5 m und eine 4,7 m lange und 3,65 m hohe Nähmaschine aus Holz produziert, statt einen praktischen Klapptisch herzustellen, der auch zum Table Dancing taugt. (Gerade in Warthausen sollte man hier mal die Prioritäten richtig hinkriegen.) Knopf und Nämaschine sind, urkundlich an der Wand belegt, voll vom Guinness-Rekord-Buch anerkant. Aber aus BC sind da noch mehr Leute gelistet.

In dem netten Büchlein "Ausgehen in Oberschwaben", von Achim Zepp und Dierk Andresen verfasst, ist folgendes über das Museum zu lesen:

Knopf & Knopf

Kleine Museen sind oft besonders lehrreich, denn sie zeigen, welche Vielfalt in einem begrenzten Thema stecken und wie unterschiedlich man sich ihm nähern kann. Das Internationale Museum der Knöpfe in Warthausen ist dafür ein vorzügliches Beispiel. Von der Jungsteinzeit bis zu einem Future Tunnel reicht das zeitliche Spektrum, von kleinen Kostbarkeiten aus Edelsteinen bis zu einem 9-Tonnen-Koloss aus Beton die Knopfvarianten, die liebevoll präsentiert werden. Es gibt also viel zu sehen. Auch im angegliederten Restaurant, das dominiert wird von einer Nähmaschine. Die ist exakt 3,65 Meter hoch, wie eine aushängende Urkunde des Guinness Buch der Rekorde belegt. Filmbilder, Eisenbahnmotive und Knopfcollagen schmücken die Wände. Frühstücke (laut einer Weberberg.de-Leserin besser als alles, was BC selbst zu bieten hat, aber das müssen wir noch testen, d. Redaktion), Salate und schwäbische Klassiker bestimmen die Speisekarte in diesem Raum und der anschließenden "Bahnhofsgaststätte", gestaltet im Stil eines Salonwagens des "Orient Express". Zwar ist der Bahnhof nicht mehr in Betrieb, aber ein Haltepunkt im Nahverkehr ist Warthausen nicht nur auf der Strecke Ulm-Friedrichshafen sondern auch für die Schmalspurbahn Öchsle, die von hier nach Ochsenhausen führt. Museumsgässle 1 88447 Warthausen Restaurant: 07351 18930 Öffnungszeiten Täglich 9-01 Uhr Das Knopfmuseum ist täglich (außer montags) von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
Tel: 07351/189340  Web: www.knopfundknopf.com .

P.S.: Die erste Fassung des Knopfmuseumseintrags führte bedauerlicherweise zu einigen Missverständnissen und einem Schreiben des Anwalts der Museumsbetreiber, Prof. Peter Emsberger am 3.9.2001 an die Weberberg.de-Redaktion:

"Ich darf (...) für meine Mandantin und die dahinter stehenden Personen mit aller Deutlichkeit feststellen, dass es zu keinem Zeitpunkt irgendeinen Kontakt zur Organisation von Scientology gegeben hat und auch ein solcher Kontakt zukünftig nicht stattfinden wird. Die Firma Knopf & Knopf, ihre Gesellschafter und die Investoren des Internationalen Museums der Knöpfe lehnen die Ziele der Scientology ab. Sie wollen mit dieser Bewegung in keine Verbindung gebracht werden."

Das sollte allen Gerüchteverbreitern das Maul stopfen.

14. November 2002

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