Kalla Wefel

Wenn Biberach so etwas wie einen Hauskabarettisten hat, dann ist das Kalla Wefel  und das ist auch gut so. Mal tritt er im Abdera auf, mal in der Lava Bar. Dort wird er am 16. Dezember um 20 Uhr mit seinem Programm "Best of Kalla Wefel" zu sehen sein. Wer meint, dem Mann fällt nix mehr ein, dürfte sich täuschen. Das Highlight-Programm hat einen besonderen Anlass: Kalla wird 50! Wann Kalla wieder in BC aufkreuzt, steht hier. Gehen Sie doch einfach mal hin! Lohnt sich. Bei Kalla Wefels Auftritten kann man (der Mann war mal Lehramtsstudent) vor allem musikgeschichtlich etwas lernen, z.B. dass man mit den Griffen G-C-D-C etwa 87% aller Popsongs spielen kann. Kalla ist absoluter Bewunderer der Kinks, der Kinks, der Kinks....Aber kein Fan von Ole Seelenmeyer

Wer mehr und Überraschendes über ihn wissen möchte: Hier seine Bio! Und hier seine Diskographie.

 

 

Glossen schreibt der Mann auch. Hier eine davon:

Pressschlag - die VfL-Glosse von Kalla Wefel

In guter Hoffnung... Aufregung aller Orten. Endlich ist es soweit: Meine Frau bekommt laut offiziellem Spielplan am 13. August 2000 ein Kind. Den be-rühmt-berüchtigten Koffer für die Klinik hat sie längst gepackt. Zwei Jogginghosen, T-Shirts, Nachthemden und all die Dinge eben, die Frauen brauchen. Ich habe meinen Koffer auch schon gepackt, direkt nach dem letzten "Selber-Atmen-Kurs" für werdende Väter, und zwar mit all den Dingen, die Männer eben für solch einen Tag benötigen: Beruhigungsmittel, also eine Stange Zigaretten und ein Sechserpack Herforder, die Kicker-Sonderausgabe und den VfL-Schal. Die Frauenärztin habe ich bereits mit dem Winken einer Freikarte dazu überreden können, meiner Frau rechtzeitig Wehenhemmer einzuflößen, damit ich bei der Geburt dabei sein kann, weil ich natürlich zum Spiel nach Bielefeld fahren muss. Stadionsprecherdurchsage in der 88. Minute: "Das 0:2 für den VfL durch Claaßen, ähm ... und irgendein Herr ... ähm ... Wefel im Osnabrücker Fanblock ist soeben Vater geworden!" Wird's ein Junge, nennen wir ihn Lorko, wird's ein Mädchen auch. Ist doch heutzutage eh egal, und später heiraten die beiden dann. Denn Lila ist seit neuestem laut Informationen aus Bielefeld und anderen aufgeklärten Städten die Farbe der Schwulen. Mir völlig egal. Hauptsache meine schwule Tochter stammelt dereinst im lila-weißen Strampelanzug gleich mit ihren ersten Worten ihr Coming-out: „Vau-eff-ell". Schon sind wir beim Sommerloch. Während die große Politik erschrocken feststellt, dass es offenbar völlig wider Erwarten tatsächlich Neonazis gibt, konnte beim VfL-Anhang von aufkommender Langweile nur bedingt die Rede sein. Kaum war der mir ewig im Gedächtnis haften bleiben werdende und immer noch Glückshormone ausschüttende Aufstiegsurschrei nach dem letzten gehaltenen Elfmeter von "Uns Uwe" Brunn verhallt, gingen die Diskussionen um Verstärkungen los. ...

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5. Dezember 2001

 

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