FV Biberach (5): Der Saisonauftakt am 1. März 2003

In den Fußballstadien dieser Welt daheim ist unsere Fußballredaktion. Hauptsächlich, um Unterstützer für den FV Biberach zu suchen.
Natürlich hat der Dienst Vorrang. Zunächst sind Bilder der Hauptakteure zu schießen, wie es hier der Weberberg.de-Sportchef (rechts im Bild mit der Bundesliga-Fernsehreporter-Trikotnummer 31) von Felix Magath im Interview tut. Aber dann schlägt die Stunde des FV Biberach.
Und das mit Erfolg, wie man sieht. Hier das Beispiel Silvio Meißner, 24. Der derzeit verletzte VfB-Spieler wird es wohl noch in de Nationalmannschaft bringen. Und auch er unterstützt unsere Biberacher "jungen Wilden," wie hier am Rande des UEFA-Cup Spiels gegen Celtic Glasgow, das die Stuttgarter 3:2 gewannen.
Aber auch in den Medien findet die Unterstützungskampagne von Weberberg.de für den FV Biberach ein durchweg positives Echo. Mehr Support geht quasi nicht, wenn man erst einmal SWR-Sportchef Michael Antwerpes für die Kampagne gewonnen hat.
Hochmotiviert treten unsere Jungs die Rückrunde an.
Sie rennen.
 

 

Und kämpfen.
Und rennen.
Bis zum Umfallen.
   
Dennoch: Auch nach diesem Spiel ist Trost angesagt, denn, wie Trainer wolfgang Löbel sagt: "Bei uns sind die Torhüter arme Schweine; wenn die Abwehr sich auflöst wie eine Rakete, wo die Sterne runterfallen."
Ufuk Demir und seine Kameraden wurden wieder eiskalt erwischt.
Denn im ersten Spiel nach der Winterpause fegte die SSV Reutlingen die Spieler mit 7:1 vom Platz. Daran konnten weder Jörg Schadwinkel nach Roman Fritschle (rechts und endlich wieder gesund) noch...
...der neue Spieler Bayram Tuna etwas ändern. Spitzname übrigens: Pitbull oder auf Türkisch Dozer (von Bulldozer).
Ob es demnächst, wenn Hüseyin Gündogan mitspielt, besser aussieht, muss man abwarten. (Die Brille trägt er nur für dieses Foto.)
Hauptsache, die Jungs kämpfen weiter, damit sie sich auch am Ende der Saison noch mit Selbstachtung in die Augen blicken können. So wie hier Josip Roncevic und Benjamin Mayer.

Auf der Pressekonferenz am 1. März war zu erfahren: Der Insolvenzverwalter wird die Eröffnung des Insolvenzverfahrens vorschlagen. Es ist genügend Masse vorhanden. Jetzt hat der Richter das Wort.

Die Spieler haben auf alle Ansprüche verzichtet. Der Spielbetrieb geht weiter. Die Stadt schießt nichts zu, verzichtet aber auf einige Forderungen. Der Verein wird sparen müssen, wo es geht.

Was aus dem Vereinsheim wird, ist noch unklar. Wie so manches.

 

Aber zwei Dinge stehen fest: Der Verein ist für jeden Euro spendengelder dankbar. Und:

Die Spieler haben alle Unterstützung verdient!

 

Bei so sympathischen Spielern wie - unter anderen - Roman Fritschle dürfte das nicht schwerfallen.

 
 
1. März 2003