Was ist bloß los mit Biberach?
Stell dir vor, du wärest OB
und müsstest jeden Tag 30 000 Leute grüßen...
Eine erschütternde Fotodokumentation
von Weberberg.de
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(1) Während im Gemeinderat von Biberach
ernsthaft um die Sache gerungen wird,..

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(2) ...spielen sich vor dem Rathaus unbeschreibliche
Szenen der Verzweiflung ab.

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(3) Die meisten Stadtmitarbeiter ahnen davon nichts. Sie sitzen
in ihren Amtsstuben und surfen auf irgendwelchen inoffiziellen
Websites herum.

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(4) Als ein kritischer Leserbrief in der "Schwäbischen"
erscheint, versucht der OB hektisch, beschwichtigend einzugreifen
und die Bevölkerung zu beruhigen. Doch es nützt nichts.
Die Biber geben sich ihrer Paranoia mit schützenfestähnlichem
Wahnverhalten hin.

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(5) Vor dem Kinder- und Heimatfest muss die Stadt einen speziell
ausgebildeten Streetworker einstellen, um verstörte Kinder
zu beruhigen.
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(6) Immer mehr Biberacher verlassen enttäuscht
den Ort.

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(7) Heimlich errichten "diskriminierte" Bürgergruppen
ein Mahnmal auf dem Gigelberg.

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(8) Menschen aus dem näheren Umfeld des OB werden eher gemieden.

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Bild groß und in Farbe per
Mausklick!
(9) Namen zu vergessen ist eigentlich eine
nur allzu menschliche Eigenschaft. Aber die broadwayreifen Biber
verzeihen einem Neigschmeckten keinen Fehler. Kein Wunder, dass
den OB in jeder Nacht Albtraumbilder plagen: "Was sind das
für Leute? Muss ich die kennen? Muss ich die grüßen?
Ist da jemand vom Dram dabei? Oder von der Schützendirektion?
Jemand von der Werbegemeinschaft?
Der dahinten, ist das nicht der Funk? Oder
die Haberbisch? Oder Karl Ströbele?
Ich halt das nicht mehr aus....".
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(10) Auch bei Tage verfolgt der Alp den
OB: "Oh, Gott! SchülerInnen! Die werden doch alle erwachsen.
Und dann muss ich die auch grüßen. Jeden Tag werden
es mehr..."
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(11) "Au weia! Pferde! Muss ich die
auch kennen? Grüßt man die hier?"
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(12) Selbst im Gemeinderat kriselt es.
Vermittlungsversuche scheitern allerdings an überzogenen
Forderungen einzelner Fraktionen: "Also gut, Kristel, er
braucht uns nicht mehr zu grüßen, aber die Fußgängerzonen
kommen weg und wir kriegen drei neue Parkhäuser."
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(13) Immer häufiger findet der OB
jetzt Trost in der klösterlichen Atmosphäre des Gigelturmes.
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(14) Der Blick auf das frische Grün
des Gigelberges ist Balsam für seine Seele.
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(15) Unglaubliches geschieht inzwischen:
Oppositionelle Gemeinderäte schicken ihre Kinder auf Pirsch,
um "Belastungsmaterial" gegen den OB zu sammeln.
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(16) Aber es gibt auch Unterstützung
in der Bevölkerung: Im morgendlichen Verkehr muss schon mal
ein Linienbus wenden, wenn die Fahrgäste dem OB zu einem
gelungenen Gruß gratulieren möchten.
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(17) Rathaus-Sekretärin
Sonja Grimm leidet sehr an den unverdienten Angriffen auf ihren
Chef : Immer wieder krümmt es sie während der Arbeit
vor Magenkrämpfen zusammen.
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(18) Viele wohlmeinende Bürgerinnen
und Bürger diskutieren, wie sie ihrem OB helfen können.
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(19) Immer seltener traut der OB sich unter
die Leute. Manche können gerade mal mit Nachtsichtgeräten
seinen Dienstwagen ausmachen.
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(20) Überängstliche
erproben mittlerweile am Bürgerparksee die ersten Evakuierungsmaßnahmen
für den Fall, dass sich die Situation zuspitzt.
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(21) In der Bürgerschaft
brechen zunehmend Rivalitäten aus.
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(22)
Sogar Gemeinderatssitzungen werden von angeblich
Ungegrüßten mit provokativen
Transparenten gestört. |
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(23)
Sieht sich der OB unversehens einer großen Zahl von
Gegrüßtwerdenwollenden gegenüber, greift er
schon mal zu einem kleinen Trick: Einfach abstreiten, dass
man OB von Biberach ist!
Leider entgeht dies der Presse nicht.
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Ein typischer Fall für das Investigationsteam der Weberberg.de-Redaktion:
Warum kann eine Petitesse sich zu einem solchen Skandal ausweiten?
Wer oder was steckt hinter dieser Krise? Oder ist es gar
keine? Ist alles einfach nur typisch Biberach? ->
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Was für ein Geheimnis bergen die seltsamen
Pfähle am Steigerlager?
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Wie kommt es, dass auch der junge Mensch
sich von der Situation existentiell betroffen fühlt und bei
lebenserfahrenen Menschen Rat sucht?
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Und wo ist der Kulturdezernent
gerade in dieser - für die Wielandstadt
so schwierigen - Situation?
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Wo? |
(Zur gleichen Zeit: Manche
Biber leiden an viel größeren Problemen...)

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Was haben die mysteriösen
Zeichen zu bedeuten, mit denen sich immer mehr Biberacher "schmücken"?
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Hat dieser Mann seine Hand
im Spiel? Ist das nicht eine Voodoo-Fliege an seinem Hals?
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Steckt dieser Typ im verdächtigen
bin-Laden-Fussel-Look dahinter? Hat der nicht schon das Schaufenster-BC.de
verzapft? Und was grinst der so?

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Weiß CDU-Stadthäuptling Tom
Abele etwas?
Und will er überhaupt etwas wissen?
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Offenbar ja, denn er holt
sachkundigen Rat bei Christoph Funk von der "Internet-Partei"
FDP* ein.
(*Jetzt nur echt mit ohne Pünktchen.)
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Fast alle Innenstadtbewohner werden befragt.
"Hat er Sie auch schon mal nicht gegrüßt?
Haben Sie eine Ahnung, warum nicht?"
Typische paranoide Antwort: "Der grüßt
mich nicht, weil ich nicht zu seinen Claqueuren gehöre!"
Ein Stadtmodell hilft, akribisch den Überblick
über die befragten Haushalte zu bewahren. Das Ergebnis ist
niederschmetternd: Nichts!
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An Schütza testet der OB eine neue
Strategie. Scheint zu klappen.
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Aber vor dem Tweety demonstrieren
zur gleichen Zeit frustrierte Jugendliche mit einem Strip-in. Schütza
ist in Gefahr!
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Selbst die Jüngsten protestieren unter der Parole:
"Haben wir denn kein Gesicht?"
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Die Schützadirektion hält die
Anspannung
nicht mehr aus. Verständlich,
dass immer mehr Direktoren auf ein Hausmittel zurückgreifen,
dessen Nebenwirkungen allerdings noch nicht hinreichend erforscht
sind...
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Dann endlich der Durchbruch! Im Natursteinpark vor Warthausen
wird unser Investigationsteam Augenzeuge einer teuflischen Verschwörung.
Unser Fotoreporter kam nur knapp mit dem Leben davon, denn kurz
nach diesem Schnappschuss wurde er entdeckt.
(Hier könnte Ihre Werbung stehen.
Wenn wir nicht werbefrei wären.)
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"Noch ein Glas Biber-Bräu*
und der kennt keinen mehr!" - "Genau! Satanisch gute
Idee!"
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Biberach kann aufatmen. Das
Stadtoberhaupt ist unschuldig. Und der Teufel, so wissen wir,
ist inzwischen aus Biberach abgezogen. Alles wird wieder gut.
In einer ersten Ansprache wendet sich Fettback an Biberachs
Jugend.
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Auch der Gemeinderat
kann in fröhlicher Stimmung auf die Schütza-Haupttribüne
("Altes Haus") zumarschieren.
Scheene Schütza
2002 also!
© www.weberberg.de-Satireteam
2002
* Ein Zusammenhang zwischen dem Genuss von
Biber-Bräu und Amnesie ist wissenschaftlich nicht nachgewiesen!
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