Unser Chef und unser Filmfestspiele- Kompetenzteam sprachen
mit d e m Regisseur des Abends, mit Fritz Lehner, Macher des
173-Minuten-Brandauer-Streifens "Jedermanns
Fest". Seine Antwort auf die Frage, wie der Film in
Österreich aufgenommen worden sei ("mit viel pro und
contra") wandert mal gleich in den Papierkorb.
Viel interessanter sind andere Dinge, die der Mann unseres
Kompetenzteams von dem Regisseur (Lehner: "Ich kenne Sie!")
erfuhr. Zum Beispiel, dass es von dem Film nur vier Kopien gebe,
dass es in Österreich bisher ganze 6000 zahlende Besucher
gegeben habe, und dass, wenn der Film im Januar in Deutschland
starte, zwei Kopien aus Österreich ausgeliehen sein werden.
All dies entmutigt Lehner nicht, der so etwas wie ein Filmkunst-Fundi
ist: "Ich habe in meinem ganzen Leben DEN FILM nie verraten."
Und er ist guter Dinge: "Ich bin mal mehr, mal weniger
für meine Filme bezahlt worden und es hat immer irgendwie
funktioniert,"
Was bringt ihn jetzt nach Biberach? "Der Adrian mit seinem
Charme. Da konnte ich nicht widerstehen."
Sein Jedermann-Mammutepos hat er übrigens noch nie ganz
gesehen: "Irgendwann musste ich immer aufs Klo."
Im Januar also kommt Klaus Maria Brandauer nach BC - zu einer
der wenigen Aufführungen, die es bei der Zahl der Kopien
in Deutschland geben wird. Ein Hollywoodblockbuster startet
im Vergleich mit 1-200 Kopien.
Immerhin gab es ein volles Haus mit 450 Besuchern und etlicher
lokaler Prominenz nicht nur in der Loge. Die Vorstellung war
allerdings teilweise unruhig, weil immer mal wieder Leute (ganz
oder vorübergehend) gingen.