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War die Diskussion ein
Erfolg?
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Sie hat sich für die BesucherInnen
gelohnt. Natürlich hätte man sich mehr BesucherInnen
gewünscht, aber Musical in der Stadthalle, Faschingsfeste
und Fußball im Fernsehen waren starke Konkurrenten. Von
daher war der Besuch gut.
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Gab es neue Einsichten?
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Durchaus.
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Zum Beispiel?
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Dr. Kautt bestätigte: Dass
mehr Stellplätze gebraucht werden, sei kein Thema, die
Zunahmne des Verkehrs, die Fahrzeuge in Stehzeuge verwandele,
seien bundeweit festzustellen.
Auch seien die Leerstände
in den Innenstädten ein bundesbweites und kein spezifisch
Biberacher Problem. Mit der Ansiedlung der großen Märkte
in Warthausen, habe man sich aber auch Probleme selbst geschaffen.
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Belebt Altstadtsanierung die Innenstädte?
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Das muss man differenzierter sehen.
Werden kleine Altbauwohnungen in größzügiger
konzipierte renovierte Altstadtwohnungen umgewandelt, reduziert
sich die Zahl der Bewohner. Nur wenn neu und verdichteter gebaut
wird, wie in der Justin-Heinrich-Knecht Straße etwa, nimmt
die Zahl der Innenstadtbewohner zu.
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Was bewog die Gemeinderäte
denn zu Ihrer Zustimmung?
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Der Bedarf an Stellplätzen
steigt. Gleichzeitig fallen Stellplätze weg, da wurde es
natürlich als Glücksfall gesehen, dass man einen Investor
fand, der hier investieren wollte.
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Was ist mit den Fördergeldern?
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Alfred Braig beklagte, dass von
den 10 Millionen Euro Fördergeldern für die Altstadtsanierung
nur 2 Millionen für private Sanierungen zur Verfügung
stehen. Das sei zu wenig.
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Ist der Einwand berechtigt?
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Das ist Ansichtssache. Man kann
natürlich auch umgekehrt argumentieren, dass Fördergelder
vorrangig der Gemeinschaft zugute kommen sollen. Außerdem:
Solche Subventionen können nie die Gesamtumbaukosten decken.
Und wenn ein privater Hausbesitzer nicht das Geld oder den Wunsch
hat, ein altes Gebäude zu sanieren, kann man ihn auch nicht
zwingen. Daher sind das Kleeblatthaus am Markt oder auch das
große alte Haus am Weberberg noch nicht saniert..
Und noch etwas ist zu bedenken:
Der Hausbestand in der Altstadt Ost ist so alt nicht, von daher
besteht dort auch weniger Sanierungsbedarf als er im Rest der
Innenstadt einst bestand.
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Noch nicht saniert: Haus am Weberberg:
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Das Kleeblatthaus am Markt:
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Werden Ärzte nicht
ausbestehenden Praxen in der Innenstadt in ddas Dienstleistungshaus
ziehen? Produziert das Dienstleistungshaus nicht also weitere
Leerstände?
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Das wird sicher zum Teil der Fall
sein. Aber es ist nach Mehrheitsmeinung in Stadt und im Gemeinderat
besser, die Ärzte ziehen in das zentrumsnahe Gemeinschaftshaus
statt rauf zum Krankenhaus oder an den Stadtrand in die Waldseer
Straße.
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Wie heftig ist jetzt
der Widerstand der FDP?
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Die FDP ist nicht grundsätzlich
gegen die Projekte Parkhaus oder Dienstleistzngshaus, sie meint
nur, man hätte hier die Grundstücke zu Marktpreisen
anbieten müssen und nicht subventioieren..
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Und was sind Marktpreise?
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Preise, zu denen sich Investoren
finden lassen. Und das kann subventionierte Grundstücke mit
einbeziehen, was aber hier nicht unbedingt der Fall war. Aber
das ist Ansichtssache.
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Warum gab es keine einzige
Anfrage und keinen einzigen Einspruche der BürgerInnen gegen
das Projekt als die Pläne auflagen?
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Dr. Kautt berichtete aus Schorndorf
von der Planung eines Radweges auf einem sehr breiten und wenig
benutzten Bürgersteig. Der Gemeinderat hatte dem zugestimmt.
Erst als es dann an die Umsetzung des Vorhabens ging, erhob
sich riesige Empörung und es wurde der Stadt vorgeworfen,
sie habe den GR nicht informiert.
Darauf zu hoffen, dass BürgerInnen
sich rechtzeitig schlau machen, ist also wohl etwas blauäugig.
Es funktioniert einfach nicht so. Modelle, die besser funktionieren,
nimmt Weberberg.de gerne entgegen.
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Und was hat an dem Abend
die BürgerInnen am wenigsten überzeugt?
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Geht man nach der Zahl und Heftigkeit
der Fragen aus dem Publikum, dann war das wohl die Frage, wie
die Zufahrt ins Parkhaus
vom Eselsberg geregelt ist. Dort sahen Skeptiker allmorgendlich
einen massiven Stau anwachsen, da die Parkhausabbieger heftigen
Gegenverkehr kreuzen müssten.
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Was stieß an dem
Abend auf viel Interesse?
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Die Webseiten von Standortfaktor.de,
die per Laptop und Beamer vorgeführt wurden
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Was freute die Veranstalter am
meisten?
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Dass trotz der Veranstaltungskonkurrenz
interessiertes Publikum da und die Stimmung gut war und dass
es durch ein brauchbares Konzept gelang, die Diskussionen straff
und inhaltsreich zu führen. Und dass sich bestätigte:
Ein Podium muss nicht immer ausgewogen sein. Weniger ist oft
mehr.
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Berichtete die Schwäbische
über das Event?
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Aber ja doch. Lesen Sie selbst,
was am 24. 2.03 online zu lesen war:
Belebung der Innenstadt
Eine Premiere gab es jetzt im
neuen "agenturhaus biberach": Mit einer Podiumsdiskussion zur
Altstadtsanierung wurden die Räume auch als Veranstaltungsort
eröffnet. Organisator und Moderator Dierk Andresen begrüßte
als Fachleute Baubürgermeister Julius Ogertschnig, die Gemeinderäte
Edmund Wiest (CDU) und Alfred Braig (FDP) sowie den früheren
Stadtplaner Dr. Dieter Kautt. In Statements vertraten die Experten
ihre Standpunkte. Wiest unterstrich, dass es für ihn wichtig
sei, dass sich das Ärztehaus möglichst nah an der Innenstadt
befinde, damit Patienten vor und nach ihrem Arztbesuch zur Fuß
die Zentralstadt erreichen könnten. Ogertschnig meinte, dass
durch das angegliederte Parkhaus die Innenstadt noch besser
erreichbar werde. Positiv sei, dass für dieses Vorhaben ein
Investor gefunden worden sei, der sich im großen Stil engagiere.
Dr. Kautt stellte die Entwicklungen verschiedener Kommunen vor.
Braig kritisierte die Leerstände, die durch die Verlagerung
der Praxen in das Ärztehaus entstünden. In der Diskussion wiesen
Besucher auf das verstärkte Verkehrsvolumen vor dem Parkhaus
hin, das zu langen Rückstaus führen werde. Ogertschnig verwies
auf die Nordwestumfahrung, die den Verkehr auch in diesem Bereich
entlasten solle.
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