Biberach, eine kleine Stadt irgendwo im Südwesten unserer schönen Republik. Nett, beschaulich, voller reizvoller Fachwerkhäuser und unter den Top Ten der kriminellsten Städte im Ländle.

Eine Stadt mit einem regen Kulturleben. Und eine Stadt mit einer ganz anderen Welt. Einer Nebenwelt - Der Jugendszene. Einer Szene, die den meisten Menschen verschlossen ist und bleibt.

Steigen Sie mit uns ein in diese Welt voller Glück und Leid, Schmerz und Scherz, Schlüs und Schütza oder so.

Weberberg.de hat bewegendende und erschütternde Szenen für Sie, liebe LeserInnen, dokumentiert. Lesen Sie weiter - auf eigene Gefahr.

Eigentlich hat Biberach ein recht attraktives kulturelles Angebot: Das Webermuseum etwa oder den Wieland Schauraum.
Aber kommt das bei der jungen Generation an? Nicht wirklich.
Bachredner mit Amadeus.
Bauchredner mit Emil.
Erfreulich viele Institutionen versuchen immerhin rührend, der Jugend
wertvolle kulturelle Veranstaltungen zu bieten. Wie hier die Polizei auf
ihrem Ball mit einem Bauchredner. Mustergag: "Wieso glaubst du, dass
der da Feuerwehrmann ist?" - "Der sieht so geschlaucht aus."
Auch die Kreissparkasse bei ihrer Jubiläumssause setzt auf Bauchredner. Mustergag: "Wieso glaubst du, dass der da Feuerwehrmann ist?" - "Der
sieht so geschlaucht aus."

Beim Establishment kommt so etwas prima an. Der Erfolg bei der Jugend bleibt jedoch aus, denn (Klickbild!) dies alles geht den Kids am Arsch vorbei, was sie auch oft deutlich demonstrieren. Manche Jugendliche versprechen sich von dieser Stadt garnichts mehr, setzen sich einfach in ihrem zweiten Wohnsitz auf die Treppe und warten, dass irgendetwas geht. Oft vergeblich.   

...
Kreschu beschwert sich.
Adnan kurz davor.
(Au weia! Der erste Teil unserer Reportage ist noch garnicht fertig
und schon gibt es Proteste.)
Jedenfalls muss man feststellen, dass viele junge Menschen vom Veranstaltungsangebot in Biberach nicht viel halten.
"Beim Abdera handelt es sich um eine Kulturhalle und nicht um ein Jugendzentrum, verdammt nochmal!"
Die Stadt mit ihrem bürgernahen Oberbürgermeister zeigt, dass sie
auf Seiten der Jugend steht. (Klickbild!)
(Hektischer Einwurf des Abdera.)
Zinser!
Wurzelmax DJ

 

Bald aber kann alles anders sein in Biberach: Das legendäre "Wurzelmax" soll wiedereröffnet werden, wie uns der obige DJ auf der "Wurzelmax-Party" im Absolut verriet. Gleiche Location, gleicher Name. Gleicher Erfolg?

Damals kamen die Leute von weit her, um hier abzutanzen. Und die Wurzelmaxkultur prägte dann die Discoszene in weiten Teilen Oberschwabens. Ob sich das wiederholen lässt? Zu hoffen wäre es, denn dann bräuchten Biberachs Kids nicht mehr meilenweit durch die Gegend zu brettern, um in großer Umgebung abzutanzen.

In einem Punkt aber hat der OB Recht: Stufenfeste im Abdera sind voll der Hit! (Hier ein typischer Besucher: Z!)
(Breaking News Einblendung!)
Komapiloten vor dem Absturz.
Fairerweise muss man sagen, dass es auch eine Ikebana Guppe in Biberach gibt. Aber sonst?
Ist dieser fragwürdige überdachte Jugendtreff in freundlichem Grün-Gelb etwa ein Ausweg aus der desolaten Situation? Wohl kaum!
Cooler Kenner der Kunst: Dr. Uwe Degreif erläutert. Im Stecken.
Führungen im Braith-Mali-Museum sind gut und gut besucht.
Allerdings nicht von der Szene. Schade. Sie weiß nicht, was sie verpasst.
Vielleicht die Musiknacht im "Stecken"? Ebenfalls Fehlanzeige!
>> Voll lustiges Stecken-Suchspiel!
Auf dem Spielfeld die besten Freunde: Christian Blobel und Markus Weidenbach
A kiss is just a kiss...
Aber zurück zum Gigelberg. Etwas weiter unterhalb des Treffpunkts in
Grau-Weiß-Beige liegt ein Ort, an dem sich prominente Sportler treffen
und sich Dramen abspielen wie in einem Fotoroman.
Und an dem manche die große Liebe finden.
Aber das klappt auch nicht jeden Abend.

 

Frage:
Welches sind deine fünf Lieblingsromane?

Antwort:
Bitte wie? Romane? Also lesen, oder? Ne, nicht wirklich. Kannste abhaken die Frage.

 

Frage:
Welches sind deine fünf Lieblingsgetränke?

Antwort:
Faber, Krönung, Deinhard Lila, Grappa, Calvados, Tequila, Asbach Uralt, Spätburgunder, Wermut und Pernod. Williams Birne, Dujardin, Hennessy, Remy Martin, Fernet Branca, Underberg, Portwein und Bordeaux, Jonny Walker, Jägermeister, Amaretto, Kellergeister, Scharlachberg und Doppelkorn, Bommerlunder, Ballantine's, Birnenschnaps und Apfelwein, Whiskey süß und Whisky sauer, Ramazotti, Ratzeputz und ne Buddel Rum, Gin, Campari, Grandmarnier, Dornkaat und Mariacron. Sind das schon fünf?

Wie geht die junge Generation in Biberach mit dieser Situation um? Bleibt sie daheim und liest ein wertvolles Buch? Obiger Interviewausschnitt mit einem Komapiloten gibt Aufschluss..
...und dieser auch.
silke & Michaela
Holger ringt um Worte.
Ist der Dämon Alkohol das Einzige, um das es in dieser Szene geht?
Scheint ne schwierige Frage zu sein. Vor allem für einen Zapfer.
   

 

 

 

Gibt es keinen Ausweg, keine Lösung?
Können die Kids nur langsam abfaulen?

Gibt es nur eines, was zählt?
Trinken bis zum
Koma?


Wer das meint, unterschätzt Biberachs Jugend. Und das heftig.

 

 

 

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Denn die Szene hat kluge Köpfe und weiß, wie man eine solche Krise meistert. Lesen Sie jetzt Teil II von
Coole Zeiten, KrasseZeiten.

Wir danken dem Agenturhaus Biberach für den fototechnischen Support. Unsere Kamera ist von denen, die miserable Bildbearbeitung von uns selbst.


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