Christian Mali

Christian Mali (
So malte Christian Mali
Christian gemalt von Anton.
Anton Braith (Selbstbildnis)
Christian Mali
Anton Braith

Von Biberach vereinnahmter, aber in Holland (6.10.1832 in Brokhuizen, Prov. Utrecht) geborener Maler, von dessen neun Geschwistern etliche ebenfalls mit Pinsel und Leinwand umzugehen verstanden. Mali ging 1857 nach München zu seinem Bruder Jan und hatte rasch mit Stadt- und Dorfbildern aus Schwaben und Franken Erfolg. In München lernte er auch Anton Braith kennen. Die lebenslange Freundschaft war offenbar sehr eng (siehe unseren Eintrag Schwule). Immerhin ließ sich der sensible, gebildetere, welt- und geschäftsgewandte, schlanke und zarte Mali (die Adjektive entnehmen wir dem Buch "Museum Biberach") in Biberach neben seinem körperlich robusten Freund begraben, der so gar nichts von einem "Intellektuellen" an sich hatte.

Der Stadt Biberach hinterließ Mali einen künstlerischen Nachlass nebst seinen Sammlungen und Atelier-Einrichtungen, dazu 60 000.- Mark für die Erbauung und Einrichtung eines Museums im Zusammenhang mit dem Braith-Museum, dazu 5000.- Mark für das Grabmal, das (Detail) so aussieht, wie oben links abgebildet.

Anton Braith wurde am 2. September 1836 in Biberach geboren. Früh erhielt er Unterricht vom hiesigen Genremaler und Zeichenlehrer Johann Baptist Pflug und besuchte ab 1851 die Kunstschule in Stuttgart, wo er erste Anerkennung errang. Um künstlerisch erfolgreich zu sein, musste er die schwäbische Metropole verlassen und siedelte wie viele Künstler seiner Generation 1860 nach München über. In München dominierte damals ein stimmungsvoller Realismus und Braith wandte sich einer auf genauen Naturstudien basierenden Malerei zu. Bald entschied er sich für das Tierbild und versuchte in seinen auch großformatigen Gemälden, das Charakteristische von Nutztieren wie Kühen und Schafen zu erfassen. Mit seinen dramatisch bewegten Bildern wurde er führend unter den deutschen Tiermalern und schuf in einer immensen Arbeitsleistung ein beachtliches Oeuvre. Er erhielt Auszeichnungen, Orden und den Professorentitel und sammelte ein beachtliches Vermögen an, das er nach seinem Tod teils der Stadt Biberach zur Errichtung eines Museums vermachte. Zudem stiftete er der Stadt seinen gesamten künstlerischen Nachlass, der als Grundstock für das Museum diente. So stellen noch heute die sogenannten „Braith-Mali-Ateliers“ das Zentrum des Braith-Mali-Museums dar, das Biberach zu einem in Deutschland einzigartigen Anziehungspunkt machte.

Am 4. August 1891 verlieh die Stadt Biberach Braith das Ehrenbürgerrecht. Mali bekam 1905.

Und so sehen die Grabmäler der beiden Freunde auf dem Biberacher Friedhof aus.
Mali in der Wikipedia

18. November 2002.




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