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Aus unserem E-Postkasten
Eine E-Mail erhielt das "liebe
weberberg.de team" vom Biberacher CDU-Fraktionsvorsitzenden
@mund Wiest (26.4.02). Inhalt: Die Bitte um Veröffentlichung
einer Presseerklärung. Nun ist es nicht unsere Aufgabe (denn
wer würde uns das zahlen oder danken?) jede uns von Parteien
zugesandte Presseerklärung auch zu veröffentlichen. Während
der Bundestagswahl könnte das zum absoluten Höllentrip
werden, wenn jeden Tag von allen politischen Richtungen her die
Mailbox vollgeschlammt würde. Wir veröffentlichen diese
Meldung nur als aktuelle Dokumentation und schaffen damit keinen
Präzedenzfall.
Wenn Parteien den BürgerInnen unserer
Stadt etwas online sagen möchten, dann sollten sie das auf ihrer
eigenen Website tun. Wir überlegen uns dann schon, mal den einen
oder anderen Link zu setzen. Mehr eher nicht. Wie sagte doch, falls
wir uns richtig erinnern, ein berühmter Biberacher einst: "Fragt
nicht, was Weberberg.de für Euch tun kann; fragt, was Ihr für
Weberberg.de tun könnt."
Die Weberberg.de-Redaktion .
Presseerklärung der CDU-Gemeinderatsfraktion
Biberach 26.04.002
Finanz- und Wirtschaftsdezernat ist für die Zukunft
Biberachs wichtig Biberach.
In ihrer letzten Sitzung beschäftigte sich die
CDU-Gemeinderatsfraktion noch einmal mit der Entscheidung zur Neustrukturierung
der Verwaltung. Bisherige Veröffentlichungen geben nach Ansicht
der CDU-Fraktion den Entscheidungsprozess unzureichend wieder. Insbesondere
die einseitige Stellungnahme des Oberbürgermeisters sei nicht sachgerecht.
Die CDU-Fraktion zeigt sich von dem tendenziösen "Nachkarten" überrascht
und bittet den OB, demokratisch getroffene Entscheidungen zu akzeptieren,
wie er dies ja selbst auch immer wieder betont habe. In einem intensiven
Diskussionsprozess stand die CDU-Fraktion den Vorschlägen des Oberbürgermeisters
zunächst positiv gegenüber. In mehreren Beratungen wurde jedoch
immer deutlicher, dass die Neustrukturierung in den Einzelfragen
nicht zu Ende gedacht ist und grundlegende Fragen offen blieben.
Deshalb entschied sich die CDU-Fraktion letztlich, das Finanz- und
Wirtschaftsdezernat beizubehalten. Dabei benennt sie ihre wichtigsten
Entscheidungsgründe wie folgt: · Die Frage der künftigen Hospitalverwaltung
bleibt ungelöst. Durch die engen Verflechtungen zwischen Hospital
und Stadt konnte der Gemeinderat mit überwältigender Mehrheit, wie
von der Verwaltung vorgeschlagen, einem externen Verwalter nicht
zustimmen. Andererseits erfordert das große hospitälische Vermögen
mit seinen umfangreichen Liegenschaften und mit einer Barrücklage
von 13 Millionen € , die anstehenden Großprojekte, die Trägerschaft
des Bürgerheims und die Personalverantwortung für 150 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter allein ein halbes Dezernat. · Die Grundstückspolitik
ist eine fundamentale Aufgabe, mit der die Zukunftsentwicklung der
Stadt entscheidend beeinflusst wird. Gerade dieser Bereich erfordert
künftig noch mehr Aufmerksamkeit als bisher, so die einstimmige
Auffassung des Gemeinderats. · Die Bereiche Schulen, Kindergärten,
Vereine und Sport benötigen als elementare Bereiche der Daseinsvorsorge
auch künftig Kompetenz auf Dezernentenebene. · Dem Finanzdezernat
wird in Zukunft in der Finanzierung von Vorhaben und der Beschaffung
von Zuschussmitteln noch größere Bedeutung zukommen. Diese Problematik
verschärft sich noch mit dem zu erwartenden Wegfall der Gewerbesteuer
gerade für die Stadt Biberach aufgrund ihres hohen Gewerbesteueraufkommens.
Die arbeitsintensiven und verantwortungsvollen Bereiche der Hospitalverwaltung
und des Liegenschaftsamtes (Grundstückskauf und -verkauf) sollten
zusammen mit der Geschäftsführung des Abwasserzweckverbandes von
dem heute schon voll ausgelasteten Baudezernenten zusätzlich übernommen
werden. Wie dies im Tagesgeschäft noch funktionieren soll, dazu
kam von der Verwaltung keine befriedigende Antwort. Wenn in einem
Finanz- und Wirtschaftsdezernat mit seinem elementaren Aufgabenbereich
das Potenzial nicht optimal ausschöpft wird, so gehe dies nach Ansicht
der CDU-Fraktion langfristig zu Lasten der Substanz, was dann mit
kurzfristigen Kosteneinsparungen nicht zu begründet sei. Im übrigen
bleibe von der errechneten Personalkosteneinsparung durch die von
der Verwaltung bereits angekündigten zusätzlichen Neueinstellungen
und Höhergruppierungen nicht mehr viel übrig. Hier von frei werdenden
Mitteln zu sprechen, die für die Kindersportschule, die Jugendkunstschule
und den Jugendverein Lilienthal eingesetzt werden könnten, hält
die CDU-Fraktion für unseriös und populistisch. Mit den Sparvorschlägen
der CDU-Fraktion zum Verwaltungshaushalt stünden auch künftig die
notwendigen Mittel zur Unterstützung dieser Einrichtungen zur Verfügung.
Gerade mit der Beibehaltung des Finanzdezernats sei der Anstieg
der städtischen Ausgaben am ehesten im Griff zu halten. Wer sich
bei der Dezernatsreduzierung auf das Gutachten der Gemeindeprüfungsanstalt
berufe, müsse fairerweise auch sagen, dass dabei nicht an das Finanz-
und Wirtschaftsdezernat, sondern in erster Linie an das Kulturdezernat
gedacht sei. Nach Abwägung aller Für und Wider, und darauf lege
die CDU-Fraktion besonderen Wert, sei ihre Entscheidung sachorientiert
getroffen worden. In ihrer Entscheidung sehe sich die CDU-Fraktion
nicht zuletzt auch durch einen bereits knapp sieben Jahre zurück
liegenden Vorgang bestätigt. Auch damals sei vom OB vehement eine
Dezernatsreduzierung mit der Abschaffung des Baubürgermeisters gefordert
worden und auch hier habe die CDU im Sinne der Sache eine unpopuläre
Entscheidung in Kauf genommen, eine Entscheidung, die heute weitgehend
unbestritten sei. Zusammenfassend ist die CDU-Fraktion der Meinung,
dass die Wiederbesetzung der Dezernentenstelle auf Sicht gesehen
für die Stadt und den Hospital mehr Nutzen bringt als Kosten. Verantwortlich:
Edmund Wiest, Fraktionsvorsitzender der CDU-Gemeinderatsfraktion
Wir hätten diesen Text auch besser formatieren können.
Das wäre aber noch mehr Arbeit gewesen. Und jetzt ist Wochenende.
26.04.02
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