Cafés

Welches das beste Café ist, hängt immer davon ab, was man will. Jüngstes Publikum eindeutig im "Tweety" und in Patric Gessings "Correct". Lautmusik und TV-Geflimmere zur Ablenkung beim langweiligen Gespräch mit irgendjemand: Café Correct. Cappucino mit Mandelsirup: Nur im "Correct", allerdings nicht auf der Karte. Ansonsten hat man die Kaffees mit Zusatz in BC noch nicht entdeckt. Der Hafenplatz vor dem "Correct" ist auch beliebte Bühne für junge Männer, die dröhnend anbrausen und allen zeigen wollen, wer den längsten, äh, Abschleppwagen hat.

Jung, aber eher ab 20: das "Woodpecker". Allerbeste Tageszeitungsauswahl: "Vienna". Diesbezüglich auch recht gut: "Cafe Weichhardt" - hier gibt es taz, Süddeutsche, FAZ, ZEIT, Schwäbische, Abendzeitung.

Das "Casa Nuova" hat einen eigenen Eintrag in unserem ABC.

Durch diese Gasse muss jeder irgendwann einmal kommen: Marktplatzzugang zwischen Vienna und Il cappucionWer im "Cappucino" eine nette Zeitungsauswahl für den sonnigen Morgencafe erwartet, hat Pech gehabt, aber immerhin gibt's italienische Zeitungen und oft BILD. Einfach den lieblosen Papierstapel in der Mitte des Etablissements durchwühlen, dann findet sich schon was.

Das "Woodpecker" gegenüber der Stadthalle hat angenehm helle Räume und ist am Samstagvormittag schön ruhig. Da kann man sich Zeit lassen bei einer Geschmacksprobe. Man bestelle ein Mineralwasser und einen "WKD Drink" und verkoste beide mit verbundenen Augen. Schwer, da einen Unterschied herauszuschmecken, obwohl der WKD Drink deutlich billiger ist. (WKD steht für Wirtschaftskontrolldienst, eine Organisation, die gebietet, dass in jeder Kneipe ein alkfreies Getränk billiger als ein alkhaltiges angeboten werden muss - und das bei gleicher Menge an Flüssigkeit. Das klappt in BC nicht immer so ganz bzw.nur mit Mühen. Studieren Sie die Karten einmal selbst.

Roland Rohde Im Bistro-Café Central

Wenn Mutti oder Tante oder Oma kommen: Café Kolesch. Ebenfalls für Mutti & Omi-Besuch bestens geeignet Das typische Kaffeeklatsch-Café Wagner am Kesselplatz. Kurz schon mal angetestet: Das Cafe Central am Kesselplatz, das dort seit Juli 1998 etwas im Abseits zwischen einem zu vermietenden CopyShop "Grafik & Druck Kopie" und dem nur vormittags (allerdings nicht zuverlässig) geöffneten Ayurveda/Wein/Copyshop "Life" überlebt. Erster Eindruck an einem der sechs Tische draußen: Schön ruhig und mittags um 12 mit angenehmem Sonnen/Schatten-Mix. Wirt Roland Rohe (s. Bild rechts) betrieb von 1976 - 1996 das "Take Five", lange Zeit Biberachs zentrale Antwort auf die Fragen "Wo Nicht umsonst aber auch draußen: Café Koleschkann man hier tanzen?" und "Wo gibt's um diese Zeit noch was zu saufen?". Mit der Ausdehnung der Sperrstunde und dem Aufblühen der Tankstellengastronomie fiele diese Antwort heute wesentlich weniger eindeutig aus. ("Take Five"-Nachfolger "Spasso" hat ebenso wieder dicht gemacht, wie dessen Nachfolger. Jetzt gibt es - neu! - das Tanzcafé Tatort.) Das Café Central dagegen würde man heute wohl genannt bekommen auf die Frage: "Wo finde ich noch einen freien Tisch im Freien?". Das kann dann viel Lauferei ersparen.

Szene vor dem Café ViennaWer Nichtraucherzonen sucht, hat in allen BC-Cafés Pech gehabt. Gibt noch mehr Cafés in BC (z.B. das Café Vienna neben der Martinskirche. Ein beliebtes Marktcafé mit sehr guter Zeitungsauswahl und dem wohl besten Standort um zu sehen und gesehen zu werden.). Wesentlich mehr, als die Stadt die Touristen wissen lässt, die immerhin weltweit wissen läst, dass es in BC zwei Kneipen gibt. Noodles und Altes Haus! (Was hält die Werbegemeinschaft denn davon??) Da listet ja die BVD mehr auf, allerdings nicht die Lava Bar. Es gibt noch mehr über die schon erwähnten Cafés zu sagen. Kommt dann bei Gelegenheit.

Wichtig hier auch der Eintrag zum "Leonardo", das sonntags auch Brunch anbietet, den wir aber noch testen müssen. Im März wird sich die Café-Szene in der Innenstadt wieder ändern, wenn die Leute von der Lava Bar in der Unteren Schranne den Italiener als Pächter ablösen und ein Tag- und Nachtcafé aufmachen: das "Lymer's" bzw, wie es nun heißen wird: das Lava Café.

Wo die Biberacher Cafés noch fgefordert sind, ist im Bereich Musik. Hier schlägt das Pendel zu oft extrem aus zwischen lieblos-lullig - irgendein Radio7, Donau1, Antenne Bayern Radiogedudel - und nervig-lärmig, als ob die Musik dazu da wäre, den Zapfern Discofeeling zu geben und nicht dazu, unangestrengten Gesprächen der Gäste einen angenehmem Himtergrund zu geben.

Kurzfristige Updates sind bei diesem Thema zu erwarten.

Siehe auch Noodles, Altes Haus, Lava Bar, Woodpecker , S-Cada, Tweety und Leonardo.

24. Mai 2002




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